Orkan "Thomas" im Anflug

Wetter Erste Sturmschäden im Erzgebirge

Hier heißt es: aufgepasst. Dass die Mütze weg fliegt, wäre noch das geringere Übel. Auf dem Fichtelberg wurde nun der Schwebebahn-Betrieb eingestellt. Foto: Bernd März

Langsam wird es ernster. Orkantief Thomas macht sich auf dem Weg nach Deutschland. Erste Vorboten werden in den Hochlagen der Mittelgebirge spürbar, wie am Brocken und am Fichtelberg. Die stärksten Böen herrschen derzeit auf dem Fichtelberg. Gegen 13 Uhr wurden dort 117 Kilometer pro Stunde gemessen. Damit ist die Schwelle zum Organ überschritten.

Dazu kommt Tauwetter durch Schneeschmelze und Regen. Am Mittwoch waren die Feuerwehren im ganzen Erzgebirge im Einsatz. Gegen Mittag rückten die Kameraden der Wehr in Neudorf aus. Auf einem Schulgelände war eine große Fichte umgestürzt, eine weitere so stark beschädigt, das diese gefällt werden musste. Über eine Stunde waren die zwölf Einsatzkräfte vor Ort. Zum Glück sind derzeit Ferien. So war die Schule nicht belegt.

Andreas Koch, Einsatzleiter der Feuerwehr Neudorf, zur aktuellen Lage: "Der Sturm wird morgen noch heftiger. Unnötige Autofahrten sollten vermieden werden, generell sollte man öfters einen Blick nach oben werfen."

Über Zugbahn und Intensität des Orkantiefs streiten sich noch die Experten. Generell gilt Orkangefahr ab 800 Metern Höhe. Auf dem Fichtelberg wurde der Betrieb der Schwebebahn eingestellt. Auf dem Plateau konnten sich die Touristen nur noch Mühe auf den Beinen halten. Den Gipfel sollte man daher am Donnerstag lieber meiden.