Ortschronist zeigt Schätze aus der Vergangenheit

Jubiläum Relikte aus Zeit des Radiumbads

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Oliver Titzmann zeigt im Foyer des Actinon in Bad Schlema Schätze aus der Zeit des Radiumbades Oberschlema. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Der Ort ist mittendrin im großen Jubiläum "100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal". In diesem Zusammenhang laufen das ganze Jahr über verschiedenste Aktivitäten, Veranstaltungen und auch Ausstellungen. Eine davon ist im Foyer des Gesundheitsbades "Actinon" aufgebaut. In fünf Vitrinen können Besucher verschiedenste Relikte aus der Zeit des Radiumbads Oberschlema betrachten.

Es sind konkret Dinge aus dem alten Kurbad und dem Niederschlemaer Genesungsheim. Bad Schlemas Ortschronist Oliver Titzmann hat einige Schätze, die so noch nicht zu sehen waren, zusammengestellt, zeigt sie und dokumentiert damit ein stückweit den Aufstieg und Fall des stärksten Radonbades der Welt. Eine der Vitrinen zeigt typische Mitbringsel von Kurgästen aus den 1920er und 1930er Jahren.

Ausstellung hat bis 31. Oktober geöffnet

"Teilweise sind es auch kuriose Dinge", so Titzmann. Neben Tassen, Vasen, Schalen, Briefbeschwerern und Aschenbechern sind es auch Dinge, wie geschnitzte Flaschenstöpsel. "Perltäschchen sind eine typische Tradition für Schneeberg und Oberschlema", fügt Titzmann hinzu. Eine weitere Vitrine zeigt einen kleinen Querschnitt von Dingen, die aus dem Badebetrieb vor 90 Jahren erhalten geblieben sind.

Man erinnert an die Fensterscheiben mit wertvollen Glasschliffarbeiten des Künstlers Richard Süßmuth und zeigt aber auch Objekte, die einen kleinen Eindruck des Alltags des Bade- und Kurbetriebes vermitteln. Dazu gehören die typischen Trinkwasserflaschen des Radiumbades. Die Ausstellung läuft bis 31. Oktober.