Ortsumgehung von Hohndorf: Korridor für Alternativen wird vermessen

Bauvorhaben Landesamt befasst sich mit B174 in Hohndorf

Hohndorf. 

Hohndorf. In den möglichen Bau einer Ortsumgehung von Hohndorf, der schon seit Jahren diskutiert wird, kommt wieder etwas Bewegung. Dem Landesamt für Straßenbau und Verkehr zufolge wird nun ein digitales Geländemodell erstellt, mit dessen Hilfe Varianten für das Projekt untersucht werden sollen. Sobald es das Wetter zulässt, sollen zwei Vermessungsteams entsprechende Daten aufnehmen.

Auch Brücken wären nötig

Laut Behörde wird ein breiter Korridor vermessen, durch den auch die derzeit favorisierte Süd-West-Variante verläuft. Die Trasse ist etwa 4,5 Kilometer lang und soll durch ein Tal neben der Kommune führen - von der sogenannten Kastenkurve zwischen Zschopau und Hohndorf bis zum Rastplatz der Freundschaft. Auch mehrere Brücken müssten dabei gebaut werden.

Keine baldige Entscheidung in Sicht

Für das Projekt, dessen Baukosten auf 45 Millionen Euro geschätzt werden, müssen die verantwortlichen Teams auf etwa 270 Grundstücken Vermessungsarbeiten durchführen. Bis Mitte Mai dürfte sich diese Maßnahme hinziehen. Mit einer baldigen Entscheidung ist laut Sprecher Franz Grossmann vom Landesamt aber dennoch nicht zu rechnen. Er rechnet damit, dass allein schon ein genehmigungsfähiger Vorentwurf dieser Größenordnung mindestens zwei bis drei Jahre in Anspruch nimmt.

Bürgerinitiative kritisiert Bedingungen

"Die Dauer des anschließenden Planfeststellungsverfahrens ist ähnlich einzuschätzen." Vor einem möglichen Bau gibt es also noch allerlei Bürokratie zu erledigen. Am Lärm und den Abgasen auf der B174 in Hohndorf, die schon lange von einer Bürgerinitiative kritisiert werden, dürfte sich so schnell nichts ändern.