Osterspieldose statt Ortspyramide: Dieses Dorf im Erzgebirge setzt auf eine neue Tradition

Auf Initiative der Familie von Carmen Kluge wird am Samstag in Dittmannsdorf ein Kunstwerk mit drei großen Osterhasen eingeweiht

Dittmannsdorf

Unzählige Figuren prägen das Bild auf dem Grundstück der Dittmannsdorfer Familie Kluge. „My Home is my Castle“, sagt Carmen Kluge, die eigens für die Enkelgeneration sogar einen Zwergenweg angelegt hat. Zum Gartenschmuck gehören aber auch einige kleine Osterhasen, die nun als Inspiration für ein größeres Projekt dienten. Schließlich ist auf Initiative der Kluges eine überdimensionale Osterspieldose entstanden, die sich ab Samstag genau dort drehen wird, wo sonst in der Adventszeit die Dittmannsdorfer Ortspyramide steht. Diesen Samstag wird das neue Kunstwerk ab 15 Uhr auf dem Christine-Wünschmann-Platz feierlich eingeweiht.

Inspiriert von Osterbrunnen

„Viele Leute im Ort haben gesagt, dass so etwas schön wäre“, sagt Carmen Kluge. Als Anregung dienten dabei Osterbrunnen und Osterkronen, die in anderen Orten der Umgebung immer häufiger zu finden sind. Dass in Dittmannsdorf nun eine etwas andere Ostertradition ins Leben gerufen wird, ist Thomas Kluge zu verdanken, dem Mann der 56-Jährigen. Er gehört zu den Pyramidenbauern im Ort und hatte die Idee, genau diesen Standort zu nutzen. Allerdings nicht nur, indem die Weihnachtsfiguren durch Osterhasen ersetzt werden. „Eine Pyramide passt nicht zu Ostern“, so der Dittmannsdorfer. Stattdessen entstand etwas ganz Neues.

Viele Helfer beteiligt

Statt drei Etagen hat das neue Kunstwerk nur eine Etage, auf der sich drei Osterhasen drehen werden, die knapp einen Meter groß sind. Zwei davon machen Rast auf einer Bank, der dritte macht sich mit einem Wanderstock schon für den Aufbruch bereit. „Wir wollten etwas, das zu unserem Ort passt“, sagt Carmen über die Motivwahl, die daher rührt, dass Dittmannsdorf als Klein-Tirol ein beliebtes Ziel für Wanderer ist. Fast ein Jahr hat es gedauert, die Idee in die Tat umzusetzen. Dabei haben Thomas Kluge und sein Sohn Robert viel Arbeit in das Gestell investiert, während Carmen Kluge die Osterhasen entwarf. Gefertigt wurden sie von Drechsler Marcus Fritzsch aus Grießbach und bemalt von Künstlerin Nicole Musch aus Krumhermersdorf. Ab Samstag werden die Osterhasen für die kommenden vier Wochen nun endlich ihre Runden auf der neuen Spieldose drehen.

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