Passieren mit triftigem Grund möglich: Tschechien lockert Ein- und Ausreiseverbot an der Grenze

Politik Änderungen verursachen Stau an der Grenze

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Region. In der Coronakrise hat Tschechien ein Einreise- und Ausreiseverbot erlassen. Das wurde seit Dienstag gelockert. Man darf wieder Ausreisen, jedoch nur auf Grund eines triftigen Grunds. Wie das tschechische Innenministerium mitteilte, dürfen die Bürger ab dem 14. April das Land in Ausnahmefällen verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu fahren oder Angehörige zu besuchen. Bei der Rückkehr nach Tschechien müssen die Ausgereisten für 14 Tage in Quarantäne. Die Pflicht zur Quarantäne gilt nicht für Mediziner sowie für diejenigen Tschechen, die nur kurzzeitig ausgereist sind.

Einhaltung von strengen Hygienevorschriften nötig

Das von der Regierung verhängte Einreiseverbot für Ausländer bleibe in Kraft, so das Innenministerium. Polizisten und Soldaten wachten weiter über die Grenze des Landes. Neu ist auch, dass die Regierung in Prag wegen der Coronavirus-Pandemie für diese Gruppe die Einhaltung strenger Hygienevorschriften einfordert. Dazu zählen das Tragen eines Mundschutzes am deutschen Arbeitsplatz sowie die Minimierung von sozialen Kontakten. Dazu müssen eine Pendlerbescheinigung des deutschen Arbeitgebers sowie eine Verbalnote der deutschen Botschaft in Prag als Nachweis zu den Gesundheitsstandards vorgelegt werden.

Stau an den Grenzübergängen

Die neue Regelung sei eine Herausforderung für alle Beteiligten, schrieb der Botschafter der Bundesrepublik, Christoph Israng, am Montag bei Twitter. Das Team der Botschaft sei auch über das Osterwochenende im Einsatz gewesen, um die geforderten Bestätigungen zu erstellen. In den letzten 24 Stunden sorgte die Aus- und Einreise für arge Probleme auf den Straßen. An den Grenzübergängen - wie auf der B174 bei Reitzenhain - staute sich der Verkehr kilometerweit. Autofahrer mussten Stunden warten.