Pawlow-Haus-Investor hat noch nicht gezahlt

Kurbad Großes Vorhaben droht zu scheitern

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Noch immer steht das Pawlow-Haus leer. Foto: Andreas Bauer

Warmbad. Die Hoffnung, dass in das am Rande des Warmbader Kurparks gelegene Pawlow-Haus bald wieder Leben einziehen könnte, sinken. Für das seit mehr als zwölf Jahren leerstehende riesige Gebäude, das der Anerkannten Schulgesellschaft Sachsen gehört, schien sich im Sommer mit Norbert Loibenböck ein Investor gefunden zu haben. Der gebürtige Österreicher, der seit Jahren in Königs-Wusterhausen lebt, hatte große Pläne. Bis heute ist jedoch kein Geld geflossen. Außerdem wurde bekannt, dass es bereits bei einem anderen Projekt dieses Investors in Mittelsachsen eine Rückabwicklung des Kaufvertrages gab.

Der Investor, der in einem Internetportal auf eine "Alte Kurklinik an attraktivem Standort mit neuem Entwicklungspotenzial" gestoßen war, machte Mitte Juni sein Vorhaben öffentlich. Aus dem ehemaligen Kurhaus, das 1953 eingeweiht worden war, sollte ein Sportmedizinisches Rehabilitationszentrum werden. Unter anderem konkretisierte Loibenböck seine Pläne beispielsweise mit dem Bau eines neuen Schwimmbeckens. Dabei helfen sollten seine guten Kontakte. Nun droht das Projekt jedoch zu scheitern. Dabei hätte es gut ins aktuelle Bild gepasst, herrscht doch in Warmbad 2016 eine Art Aufbruchstimmung. Schließlich darf sich der Ort, in dem sich Sachsens wärmste Quelle befindet, seit diesem Jahr als "Staatlich anerkanntes Heilbad" bezeichnen. Nach einem aufwendigen Prüfungsverfahren wurde das höchste Prädikat nach dem Sächsischen Kurortegesetz erteilt. Ausschlaggebend waren die hohen Qualitätsstandards im Ort, zu denen der neue Anbau der Silber-Therme beitrug. Auch diese sogenannte Ruhe-Oase wurde im zu Ende gehenden Jahr eingeweiht. Inzwischen gibt es auch eine neue Homepage. Nur hinter dem Pawlow-Haus steht derzeit noch ein dickes Fragezeichen.