Per Internet zum Sandmännchen

Kultur In Scharfenstein, Augustusburg und Lichtenwalde gibt es ein neues digitales Angebot

Scharfenstein. 

Scharfenstein. Betreten darf man die Ausstellungsräume von Burg Scharfenstein sowie der Schlösser in Augustusburg und Lichtenwalde zwar nicht. Der Inhalt dieser Zimmer und Säle ist für die Öffentlichkeit aber trotz der Corona-Krise zugängig - und zwar dank des Internets. Neuerdings bieten "Die Sehenswerten Drei" virtuelle Rundgänge und Online-Kurse an, bei denen Besucher einen Eindruck vom historischen Flair, vor allem aber von den Sonderausstellungen erhalten. "Es war ohnehin geplant, unser Bildungsprogramm auf digitale Beine zu stellen. Durch Corona wurde dieser Prozess nun beschleunigt", erklärt Geschäftsführerin Patrizia Meyn. Zu bestimmten Zeiten, die auf der Homepage der "Sehenswerten Drei" einsehbar sind, nehmen Museumspädagogen Besucher mit auf einen virtuellen Besuch.

Das Angebot soll erweitert werden

Live geben sie Informationen zu den gezeigten Bildern, erläutern Hintergründe und gehen außerdem auf Fragen der Teilnehmer ein.

Interaktivität und Kommunikation spielen bei diesem Projekt eine wichtige Rolle. "Dadurch wird das Ganze viel lebendiger", sagt Maria Schade vom Marketing in Anspielung auf die Chatfunktion. Für die sogenannten Webinare - eine Zusammensetzung aus (World Wide) Web und Seminar - müssen sich Interessenten im Vorfeld anmelden. Dabei erhalten sie einen Link, den sie kurz vor Beginn der Veranstaltungen anklicken müssen. In den meisten Fällen ist es dann 17 Uhr soweit. Je nach gewähltem Thema erfahren die Teilnehmer viel über die Sonderausstellungen. Im Fall von Scharfenstein ist das Sandmännchen auf einigen seiner insgesamt 255 verschiedenen Fortbewegungsmittel zu erleben. Fakten wie diese bereichern das Webinar, das noch viele weitere Aspekte rund um den Sandmann und seine Historie zu bieten hat.

Bald schon sollen Teile solcher Präsentationen ebenso wie digitale Rundgänge und Lehrerfortbildungen ständig im Internet abrufbar sein. Online kann so auch Interesse aus größerer Entfernung geweckt werden. Vor allem aber hoffen die Mitarbeiter, Besucher bald wieder vor Ort begrüßen zu können. Sollte es die Entwicklung der Corona-Pandemie zulassen, so ist - nach aktuellem Stand - am 4. Mai mit einer Neueröffnung der Museen und Ausstellungen zu rechnen.