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Peru-Projekt wird fortgesetzt

Austausch Herder-Gymnasium plant Reise

Schneeberg. 

Das Herder-Gymnasium Schneeberg setzt sich weiter mit Peru und den Menschen, die dort leben, auseinander. Das Schüler-Austausch-Projekt gibt es jetzt in der dritten Runde. Angefangen hat man mit einer Reise 2010. Dieses Jahr umfasst die Gruppe 14 Schüler aus den Klassenstufen 8 bis 10. Anfang des Jahres waren drei Peruaner in Schneeberg zu Besuch und im Oktober ist im Gegenzug für die Schneeberger eine Reise nach Peru geplant. Projektleiter des Austauschprojekts ist Dr. Holger Männich. Der 52-jährige Pädagoge, der am Herder-Gymnasium Mathematik, Physik und Informatik unterrichtet, sieht beim Projekt die soziale Komponente ganz vorn. Seit der letzten Runde 2012 habe man einen Kontakt zu einer Waldorfschule aufgebaut, einer Schule für Behinderte. Die besondere Intension gehe dahin, dass Schneeberger Schüler im Rahmen ihrer Austausch-Reise zwei Tage an dieser Schule verbringen - einen Tag zum gegenseitigen Kennenlernen und einen Tag zum aktiven Gestalten. Das habe in der Vergangenheit gut funktioniert als man Bastelarbeiten, Filzen und das Bemalen von Schachteln vorbereitet hatte. Jetzt könnte man denken, die Sprache ist ein Problem. Dem ist aber nicht so, wie Männich erklärt: "Die meisten Schüler dort sind verhaltensauffällig, Autisten oder haben eine Sprachbehinderung. Trotz Spanisch-Kenntnissen, spricht man dort mit dem Herzen, mit Händen und Füßen." Das Empfinden von Holger Männich, Peru betreffend, ist positiv: "Das Land hat seit 2004 einen unheimlichen Aufschwung erlebt." Das könne man besonders an der Entwicklung des Mittelstandes festmachen. "Zuerst gab es eine große Schicht arme Menschen, eine kleine Oberschicht und kaum eine Mittelschicht. In den letzten zehn Jahren hat sich eine breite Mittelschicht herausgebildet insbesondere in der Region um Lima."