Pferdegöpel ist ein Sorgenkind

Holzschindeldach Johanngeorgenstadt fehlt das Geld für die Sanierung

Johanngeorgenstadt. Der in den 1990er Jahren wieder aufgebaute Pferdegöpel Johanngeorgenstadt ist ein beliebtes Ausflugsziel, welches aber der Stadt als Eigentümer und dem Förderverein als Betreiber zurzeit große Sorgen macht. "Es gibt zwei gravierende Probleme", sagt Fördervereinsvorsitzender Frank Teller und zählt auf: "Das eine sind die kaputten Dachschindeln, das andere der Hausschwamm."

Bürgermeister Holger Hascheck kennt die Sorgen: "Das Schindelproblem ist uns seit Jahren bekannt. Die Verantwortlichen des Fördervereins haben dieses auch sofort gemeldet." Doch allein das Wissen reichte nicht, klamme Stadtkassen und fehlende Fördermittel machten eine Rekonstruktion des Göpeldaches einfach unmöglich. "Wir haben mehrfach Anträge gestellt und stehen auch immer noch in Verhandlungen", sagt Hascheck. Eine Lösung ist aber nicht in Sicht. Geschätzte 190.000 Euro würde ein neues Holzschindeldach aus haltbarerer Rotzeder kosten.

Warum man sich beim Wiederaufbau Anfang der 1990er Jahre für Fichte entschieden hat, weiß der Bürgermeister nicht genau: "Das hatte sicher seine Gründe." Die Finanzen könnten dabei eine entscheidende Rolle gespielt haben. "Vom Hausschwamm wissen wir seit einem Vierteljahr." Seit gut zwei Wochen liegt ein Gutachten zur Sanierung vor. Geschätzte Kosten: 36.000 Euro. "Wir müssen dringend etwas machen", sagt der Stadtchef. Daher wird der städtische Bauhof in Zusammenarbeit mit Unternehmen den Pferdegöpel außen und innen freilegen. "Dann muss der Schwamm beseitigt werden", betont Hascheck, der die Bemühungen des Fördervereins sehr zu schätzen weiß. Unter anderem wollen die Mitglieder symbolisch neue Schindeln verkaufen und so zumindest einen Teil des benötigten Geldes einspielen, um den Pferdegöpel zu retten.