Pilger drehen sich von nun an im Kreis

Highlight Erste erzgebirgische Pilgerpyramide

Eine einzigartige Pyramide, die zwei große europäische Pilgerziele und christliche Traditionen des Erzgebirges vereint, dreht sich seit diesem Jahr in Jahnsdorf. Der Entwurf hierfür stammt von Dietmar Peger, der schon seit Jahren den Wunsch hatte, eine eigene Pyramide zu gestalten. Doch erst im vergangenen Jahr, als er auf der Via Francigena - der Frankenstraße - von Lausanne ins Aostatal pilgerte, hatte er die zündende Idee. "Ich war gerade auf dem Großen Sankt Bernhard, als mir der Gedanke einer Pilgerpyramide kam", erzählt der 57-Jährige.

Wieder zurück im Erzgebirge, sprach Dietmar Peger den Holzartikelhersteller Michael Hübner an, mit dem er die rund drei Meter hohe Pyramide gestaltete. Sie zeigt den Petersdom in Rom und die Kathetrale von Santiago de Compostella. Zwischen den beiden Bauwerken befinden sich zudem ein mittelalterlicher und ein moderner Pilgerer. Der Petersdom gelangte allerdings erst ein wenig später auf die Pyramide, wie Dietmar Peger gesteht. "Als ich in diesem Jahr innerhalb von fünf Wochen die restlichen rund 850 Kilometer von Donnas nach Rom lief, bemerkte ich, dass ein wesentliches Gebäude auf der Pyramide fehlt", so der Pilgerfreund. Nach Absprache mit dem Verein "Sächsischer Jakobsweg an der Frankenstraße", dem Dietmar Peger diese thematisch einzigartige Pyramide gestiftet hat, wurde beschlossen, dass der Petersdom unbedingt noch dazugehören muss.

Die neue Pyramide, die nun an der Pilgerherberge der Familie Peger in Jahnsdorf steht, ist weltweit einzigartig. "Ich habe sogar die Bestätigung, dass es ein solches Exemplar kein zweites Mal gibt", versichert Dietmar Peger. Die einzige Ausnahme bilden dabei kleine Nachbauten, die sich in limitierter Auflage erwerben lassen.