Planänderung im Erzgebirge: Warum diese Kleingartenanlage jetzt weichen muss

Kommune beendet Pachtverhältnis

Zwönitz

Die Stadt Zwönitz beendet das Kleingartenpachtverhältnis im Bereich Volkshausstraße, Randsiedlung, Obere Siedlerstraße im Ortsteil Brünlos. Als Eigentümerin der Grundstücksflächen hat die Kommune diese aktuell an den Kreisverband Aue/Stollberg der Kleingärtner verpachtet und genutzt wird diese vom KGV "Am Waldeck" Brünlos. Jetzt wird der Vertrag gekündigt - die Fläche soll in Baugrundstücke umgewandelt werden. Der Zwönitzer Stadtrat hat dem Vorhaben jetzt mehrheitlich zugestimmt. Über den Kreisverband wird ein Gutachter bestellt, der Bewertungen vornimmt etwa für Lauben und genauso für Bäume, Sträucher, Hecken und Rasenflächen", wie Bauamtsleiterin Ute Hahn erklärt.

Hohe Entschädigungssumme

Hahn geht von einer Entschädigungssumme in Höhe von rund 80.000 Euro aus: "Wir müssen alle Parzellen entschädigen, egal ob genutzt oder nicht genutzt, da wird en Vertrag mit dem Kreisverband haben und nicht mit den einzelnen Kleingärtnern." Hinzu kommen Abrissarbeiten, die erbracht werden müssen: "Da haben wir Kosten von rund 50.000 Euro angesetzt." Doch da werden noch eine genaue Bestandsaufnahme und Vermessung veranlasst, wie Hahn sagt. Was die folgende Erschließung der Fläche angeht, werden aktuell verschiedene Varianten untersucht und man geht von rund 900.000 Euro an Kosten aus.

Ab 2027 soll gebaut werden

Bürgermeister Wolfgang Triebert blickt optimistisch nach vorn: "Ich denke, dass wir bei den Grundstücken einen Quadratmeterpreis von 100 Euro erzielen können und bei 10.000 Quadratmeter Fläche wäre das 1 Millionen Euro Einnahmen." Die Satzung ist bereits beschlossen und in Kraft getreten und beim Landratsamt angezeigt. Die Kündigungsfrist geht bis 30. November 2026. Im Jahr 2027 soll gebaut werden und 2028 will man in die Vermarktung gehen.

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