Plastik-Produkte im Rampenlicht

Ausstellung Historie der Firma Böhm gezeigt

Besuchern von Schloss Wolkenstein bietet sich in diesem Monat noch die Möglichkeit, in der Ausstellung "Kunststoffartikel aus Wolkenstein" vorbeizuschauen. Die Anfang Oktober eröffnete Schau, die bis zum 31. Januar geplant ist, bietet einen umfassenden Einblick in die Geschichte eines Familien-Unternehmens, das es von der Knopffabrik im Zschopautal zu einer europaweit exportierenden Firma brachte.

Von der Geburtsstunde im Jahr 1925 zeugen Original-Dokumente, die an Gründer Franz Willibald Böhm erinnern. Der damals 23-Jährige war während einer Bahnfahrt beim Anblick der hohen Wolkensteiner Felsen so beeindruckt, dass er beschloss, in diesem Ort ein Geschäft zu eröffnen. Fertigte er seine Knöpfe anfangs noch per Hand, so erleichterten ab den 1930er-Jahren Spritzgieß-Automaten die Arbeit. Einige Knöpfe aus dieser Epoche sind in der Ausstellung ebenso zu bestaunen wie Produkte aus späteren Zeiten. In der DDR, in der der Familienbetrieb zwischenzeitlich zu einem VEB umgewandelt wurde, waren die Wolkensteiner - ebenso wie noch Jahre nach der Wende - für eine vielfältige Produktpalette bekannt. Siebe, Butterdosen oder Eierbecher werden bis heute in vielen Ländern verwendet.