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Pobershauer bringen Willy Löschner ein Geburtstags-Ständchen

Jubiläum Kleine Geburtstagsfeier an der Liebesbank

Pobershau. 

Pobershau. Willy Löschner wäre am Mittwoch 100 Jahre alt geworden. Er gilt als Pobershauer Original und Ehrenbürger des Dorfs, war Heimat- und Mundartdichter. Etwa 300 Gedichte hat er geschrieben. Dazu inspiriert hat ihn ein ums andere Mal die Natur, die ihn um gab. 2010 ist er verstorben. Am Mittwoch erinnerten die Bergbrüderschaft Pobershau und der Posaunenchor an das Wirken Willy Löschners. Zu hören waren unter anderem Gedichte aus seinem Schaffen, bergmännische Weisen und Lieder von Anton Günthers. Ort des Geschehens ist die Willy-Löschner-Bank gewesen. Diese wurde vor etwa zwei Jahren der Öffentlichkeit übergeben.

Sie befindet sich in der Nähe des Hauses, in dem der Mundartdichter einst wohnte. Sie trägt auch den Namen Liebesbank. Schließlich ließen und lassen sich hier seit Generationen Verliebte nieder, um beieinander zu sein und um die Aussicht zu genießen. 1920 hatte Willy Löschner in Pobershau das Licht der Welt erblickt. Er war der Zweitjüngste unter 13 Geschwistern. Nach der Volksschule arbeitete er in einer Pobershauer Holzdrechselei. Dann kam der Krieg. Diesen musste er von Anfang bis zum Ende als Soldat miterleben. Danach arbeitete er 17 Jahre bei der Deutschen Reichsbahn. Anschließend war er bis zu seiner Pensionierung als Briefträger in seinem Heimatort tätig. Er sang sowohl im Kirchen- als auch im Männerchor in Pobershau. Willy Löschner ist immer ein Naturmensch gewesen. Die Traditionen des Erzgebirges hatte er zutiefst verinnerlicht. Das passte perfekt zu seiner Liebe zur Poesie. All das spiegelt sich in seinen Gedichten wider. Als Mundartsprecher wurde er über die Grenzen Pobershaus hinaus bekannt.