Pochwerk öffnet die Tore

Mühlentag Eines der wichtigsten Denkmale des Kobaltbergbaus ist zu besichtigen

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Museumsführer Stephan Tabel freut sich auf viele Besucher. Foto: Ralf Wendland

Schneeberg.Das Technische Museum "Siebenschlehener Pochwerk" in Schneeberg öffnet am Pfingstmontag zum Deutschen Mühlentag ab 10 Uhr die Tore. Führungen gibt es dann stündlich, die letzte beginnt 16 Uhr. Beim Rundgang erfahren Besucher einiges über das Pochwerk und seine Geschichte. Das Schneeberger Revier war vom 16. bis 19. Jahrhundert der weltweit größte Fundort für Kobalterze.

Das Siebenschlehener Pochwerk gehört zu den wichtigsten Denkmalen des Kobaltbergbaus. Es gehörte zur Fundgrube Siebenschlehen, die 1495 erstmals erwähnt wurde und zur Aufbereitung der abgebauten Erze diente. Zu sehen ist in den Räumlichkeiten des Technischen Museums aktuell auch eine Sonderausstellung, die unter der Überschrift "Der Bergbau im Brander Revier südlich von Freiberg" bis 31. Oktober läuft.

Denkmale des Silberbergbaus

Zu sehen sind mehr als 50 Fotografien. Ein Großteil davon hat historischen Wert. Entstanden sind die Fotos in den Jahren zwischen 1900 und 1910. Ein kleiner Teil stammt auch aus der Neuzeit, aufgenommen im Jahr 2015. Das Freiberger Revier hat man wegen seiner Größe in mehrere Teilreviere aufgeteilt. Eines davon ist das Brander-Revier, das etwa fünf Kilometer südlich von Freiberg liegt - auf den Fluren von Brand, Erbisdorf, Langenau, Linda und St. Michaelis.

Den Namen hat man gewählt nach dem Bergstädtchen Brand. In Summe gab es allein dort 340 Gruben. Gefördert hat man 148,5 Tonnen Silber. Der Silberbergbau hat eine Vielzahl von Denkmalen hinterlassen. Einige davon sind bildlich in der Ausstellung zu sehen. Der Bergbau des Brander Reviers ist ein Bestandteil auf dem Weg zum UNESCO Welterbe "Montanregion Erzgebirge/Krusnohori".