Pockau-Lengefeld entwickelt sich positiv

Wirtschaft Industrieunternehmen als entscheidender Faktor

Pockau-Lengefeld. 

Pockau-Lengefeld. "Pockau-Lengefeld ist ein günstiger Standort, um unternehmerisch tätig zu werden. Die wirtschaftliche Entwicklung verlief hier in den letzten Jahren sehr positiv", so Bürgermeister Ingolf Wappler. Doch entspricht der Branchenmix dort den heutigen Ansprüchen und der Versorgung? Oder fehlt ein wichtiger Zweig gänzlich?

Industrieunternehmen lassen Geld in Region fließen

Matthias Lißke, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Erzgebirge schätzt die Thematik wie folgt ein: "Pockau-Lengefeld hat trotz seiner dezentralen Lage im ländlichen Raum eine hervorragende Industrieausstattung. Die Industrieunternehmen mit zirka 1.200 Beschäftigten sind ein bedeutender Faktor, weil Geld von außen in die Region fließt. Ergänzend dazu ist eine gute Ausstattung mit Handels-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen vorhanden. Diese Strukturen befinden sich jedoch im Wandel. Der Tourismus als Wirtschaftsfaktor hat in Pockau-Lengefeld aufgrund der natürlichen Bedingungen durchaus eine Chance, sich weiterzuentwickeln."

Zahlenmäßig sieht es in Pockau-Lengefeld wie folgt aus: Es sind derzeit zirka 230 Betriebe erfasst. Der Ort hat im Verhältnis zu anderen Orten im Erzgebirge eine sehr gute Ausstattung mit Arbeitsplätzen, etwa 1.000, direkt im Ort. Über 2.000 Beschäftigte verdienen ihr Geld in Pockau-Lengefeld. Die Industrieunternehmen sind wichtig für die Stadt und sollten für ihre Entwicklung besonderes Augenmerk erhalten. Weitere Ansiedlungen sind durchaus denkbar. Doch darüber entscheidet ein Unternehmen zuallererst selbst.

Zirka 2.000 Aus- und 1.200 Einpendler

Hier stehen wirtschaftliche Erwägungen immer im Mittelpunkt. Die Standortfaktoren müssen zusammenpassen, Grundstück oder Immobilie, Fachkräfteverfügbarkeit, Erschließungskosten und längerfristige Sicherung des Standortes spielen dabei ebenfalls eine große Rolle. Was die Thematik Pendler in Pockau-Lengefeld angeht, gibt es zirka 2.000 Auspendler und mindestens 1.200 Einpendler. "Dies ist sehr positiv für einen Ort im ländlichen Raum. Pendler kommen insbesondere in die Industrieunternehmen des Ortes", erklärte Matthias Lißke weiter.