Pöhlberglauf zieht Sportbegeisterte nach Annaberg

Sport Langläufer Monique Siegel und Jakob Vogt gewinnen

Monique Siegel ist wieder Bergkönigin. Foto: Thomas Fritzsch

Annabererg-Buchholz. Bei der nunmehr 7. Auflage des Pöhlberglaufes in Annaberg-Buchholz zog bei Kaiserwetter 147 Laufsportler, darunter 20 Damen und 62 Kinder, an. Der Veranstalter SC Norweger Annaberg verzeichnet damit ein Plus von 11 Teilnehmern gegenüber dem Vorjahr.

Während die Kinder am Samstagnachmittag vom Fuß des Pöhlberges auf einer Ein-Kilometer-Strecke, die zahlreiche Zuschauer flankierten, auf das Bergplateau spurteten, fiel für die Erwachsenen der Startschuss in Königswalde an der Agrarfarm. Sie überwanden einen kräftezehrenden 6,7-Kilometer-Anstieg mit einer Höhendifferenz von 395 Metern bei bestem Laufwetter bis hinauf zur Skihütte des gastgebenden SC Norweger Annaberg.

Wer hatte die Nase vorn?

Das am Ende die Leistungssportler des Oberwiesenthaler Bundesstützpunktes die Nase vorn hatten, war keine Überraschung. Mit einer Zeit von 30:55 Minuten schrieb sich Jakob Vogt von der SG Holzhau auf Anhieb bei seiner Premiere in die Siegerliste ein. "Man muss dazusagen, dass heute nicht die Konkurrenz dabei war wie letztes Jahr", sagte Jakob Vogt, der neue "Bergkönig" und weiter:

"Gefühlt habe ich mich heute noch nicht so toll, da noch nicht viele Crosskilometer in den Beinen sind. Dabei ging es recht ruhig los, aber das wurde mir schnell zu ruhig. Ich spurtete dann los, da mir die Strecke unbekannt war. Das war vielleicht ein Fehler, denn hinten raus ging's ziemlich zäh. Bergläufe sind für Langläufer außerordentlich wichtig, denn hier zeigt sich die Grundlagenausbaufähigkeit. Dabei kommt es weniger auf die Laufgeschwindigkeit, sondern vielmehr die Ausdauerleistung an", so der Sieger.

Zur Bergkönigin gekürt

Die Vorjahreszweite Monique Siegel vom gastgebenden Verein wurde "Bergkönigin" und brauchte bis ins Ziel 33:42 Minuten und lief dabei knapp drei Minuten auf die zweitplatzierte Selina Franz vom Dorfchemnitzer Verein Vorsprung heraus. "Das Wetter war vielleicht schon etwas zu warm. In punkto Laufen war es schon anstrengend. Ich komme aus dem Urlaub und habe nicht trainiert, deswegen hat es heute schon etwas weh getan. Heute ist mein dritter Start und mein zweiter Sieg", so die glückliche Siegerin, die nach dem Winter ihre Laufbahn als Langläuferin beendet hat und nun ein Studium beim Zoll beginnt.

Im Bambinilauf setzte sich unter 31 Mädels Maria Herrmann (TTL) und den 31 Jungs Björn Grumpelt durch. "Mit knapp 150 Startern sind wir recht zufrieden, weil es in unserer Region mehrere Möglichkeiten gibt, sich läuferisch zu betätigen. Unter diesen Umständen lohnt sich auch der Aufwand und das ist uns Ansporn fürs nächste Mal. Was das Wetter betrifft, war es optimal. Zu hohe Temperaturen wären dagegen eher hinderlich. Vor allem aber war es trocken", sagte der Vereinsvorsitzende Michael Scheller.