Politik: "Jemand von uns muss das Ruder in die Hand nehmen"

Leute Jörg Held will als Einzelkämpfer in den Bundestag

politik-jemand-von-uns-muss-das-ruder-in-die-hand-nehmen
Jörg Held liebt seine Heimat, die Leute, die Traditionen und die Natur, und dafür will er im Bundestag kämpfen. Foto: Ilka Ruck

Schneeberg. In gut zwei Wochen ist Bundestagswahl. Dann geht es im Wahlkreis 164 Erzgebirgskreis I auch für den Schneeberger Jörg Held ums Ganze. Der 48-Jährige tritt als Einzelkämpfer an.

Das ist gewagt, doch Jörg Held ist, wie er von sich selbst sagt, ein Macher und ein Kämpfertyp, einer der etwas bewegen möchte.

Warum er sich das als Einzelkämpfer antut, beschreibt er so: "Da die etablierten Parteien nicht mehr die Interessen des Wahlvolkes vertreten, sondern nur noch die von Brüssel, Lobbyisten, Dritten und Fremden, muss einer aus unserer Mitte das Ruder in die Hand nehmen und endlich wieder die Bedürfnisse, Sorgen und Probleme der normalen Bevölkerung aufgreifen und politisch vertreten." Kein Trend im Land zeige mehr nach oben.

Eine Zeitmaschine würde helfen

Die innere Sicherheit sei auf dem absteigenden Ast, genauso wie die Bildung und das Gesundheitswesen, sagt er. Wenn Jörg Held etwas verändern könnte, dann würde er nach seinen Worten eine Zeitmaschine entwickeln, in die Vergangenheit reisen und die Jahre 2014 und 2015 mit ihren "suizidalen, politischen Fehlentscheidungen" ungeschehen machen, um eine Rückkehr zu sozialen Frieden und innerer Sicherheit zu ermöglichen.

"Meiner Meinung nach muss innenpolitisch die extrem soziale Ungerechtigkeit beseitigt und die explodierende Kriminalität bekämpft werden. Auch sollte man viel mehr in die Jugend investieren. Die Jugend ist nicht so schlecht, wie sie immer gemacht wird. Man muss sie nur fordern und fördern", so der Kandidat.

Zu seinen Chancen bei der Wahl sagt er: "Es ist wie bei David gegen Goliath, es gibt keine Chancengleichheit. Ich sehe mich ein bisschen wie ein Partisan, der im Untergrund kämpft. Meine Familie, Freunde und Bekannte helfen mir dabei."

Und er fügt hinzu: "Das Wahlvolk vertraut den Politikern einfach nicht mehr und hat gute Gründe dafür." Sein Ziel ist es deshalb, dass die Leute sein Wahlprogramm als eine echte Alternative sehen.