Postkarten versetzen in die alte Radiumbad-Zeit

Historie Raritäten aus der Sammlung von Detlef Markert

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Detlef Markert stellt Postkarten zum Thema "Pensionen und Hotels im alten Radiumbad Oberschlema" aus. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Pensionen und Hotels im alten Radiumbad Oberschlema sind das Thema einer Ausstellung, die im Rahmen von "100 Jahre Kurbetrieb im Schlematal" aktuell im Museum Uranbergbau in Bad Schlema zu sehen ist. Hauptakteur ist Detlef Markert.

Der Bad Schlemaer beschäftigt sich von Kindesbeinen an mit der Orts- und Regionalgeschichte und hat eine der umfangreichsten Postkartensammlungen mit Motiven des Radiumbades zusammengetragen. "Bei Sammlern ist es meist so, dass die Schätze im Keller lagern und nicht gezeigt werden", weiß Hermann Meinel, der Leiter des Museums Uranbergbau in Bad Schlema aus Erfahrung.

Radiumbad als Ziel für Gäste aus aller Welt

Vor dem Hintergrund sei man Detlef Markert dankbar, dass er eine ganze Reihe an Raritäten zur Verfügung gestellt hat. In der heutigen Zeit sind für viele Leute die Standorte der ehemaligen Pensionen und Hotels des alten Radiumbades schwer nachvollziehbar. Das hat den Hintergrund, weil das ehemalige Ortszentrum verschwunden ist und heute nicht mehr existiert.

In der Ausstellung hat man anhand eines alten Ortsplanes vom Radiumbad Oberschlema einige der Objekte zugeordnet. Auf der Rückseite sind zudem die Standorte von heute aktuellen Gebäuden eingetragen. "So sind Besucher in der Lage, einzuschätzen, wo die Gebäude gestanden haben", so Meinel. Aufmerksam machen will man auf die Bedeutung des einstigen Radiumbades. Damals sind Gäste aus aller Welt ins Schlematal gekommen, um von ihren Leiden kuriert zu werden. Aus der Zeit existieren über 300 Postkartenmotive.