Präsident ins kalte Wasser gestoßen

Vereinspolitik Lothar Lässig bewältigt erste Krise

Die Kliniken Erlabrunn gGmbH zeigt großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Fußball-Zweitligisten FC Erzgebirge Aue. Die orthopädische Klinik habe bereits ihre Bereitschaft signalisiert, als Partner in die Bresche zu springen. Das hat der Präsident des FC Erzgebirge Aue, Lothar Lässig, am Rande einer Pressekonferenz bekannt gegeben. 18 Orthopäden hätte das Erlabrunner Krankenhaus, ein neuer Kooperationsvertrag sei aber noch nicht unterschrieben.

Aber dennoch: Seinen Start im FCE-Präsidentenamt hatte er sich anders vorgestellt. Ganz sicher hatte Unternehmer Lässig keine Lust auf den Mediziner-Streit, der nach der Kritik von Trainer Karsten Baumann an Mannschaftsarzt Seltmann entflammt war. Daraus macht der neue Präsident keinen Hehl: "Ich wurde regelrecht ins kalte Wasser gestoßen. Darin wächst man und befindet sich gleich mittendrin." Es seien turbulente Tage im Lößnitztal gewesen. Lothar Lässig aber ist kein aufgeregter Typ, sondern trifft seine Entscheidungen besonnen. Und so glänzt er zum ersten Mal wohlüberlegt an der Spitze des FC Erzgebirge Aue. Öffentliche Vorwürfe verkneift er sich. Nur ein neuerliches Fernseh-Interview des ehemaligen Mannschaftsarztes Torsten Seltmann hat den Präsidenten etwas befremdet. Der Zukunft sieht Lässig positiv entgegen. Gleich zwei Angebote von medizinischen Partnern liegen dem Verein vor. "Mit Erlabrunn führen wir Gespräche", so Präsident Lässig. Aber auch mit dem Helios Klinikum werde weiterverhandelt: "Wir versuchen das Ganze sachlich zu analysieren, haben ja jahrelang gut zusammengearbeitet."