Prävention: Grundschüler über sexualisierte Gewalt informieren

Projekt Verein Wildwasser informiert Viertklässler

Annaberg-B. 

Annaberg-B. Prävention ist überall, jedoch speziell an Schulen sehr wichtig. So hatte sich die Grundschule des Annaberger Bildungszentrums Adam-Ries am Dienstag und Donnerstag den Verein gegen sexualisierte Gewalt Wildwasser Chemnitz, Erzgebirge und Umland eingeladen.

Es wurden angeregte Diskussionen geführt

In den 4. Klassen informierten die Sozialpädagoginnen des Vereines, Jacky Paul und Mandy Erdmann, unter dem Motto "Ich bin richtig! Ich bin wichtig!", anhand der Geschichte aus dem gleichnamigen Buch von Sonja Blattmann & Gesine Hansen "Ich bin doch keine Zuckermaus", über sexuelle Übergriffe an Kindern. Sie animierten die Schüler zudem dazu, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Ganz gespannt saßen die Mädchen und Jungen auf ihren Stühlen und lauschten nicht nur den Ausführungen, sondern diskutierten auch fleißig mit. Begeistert waren sie am Ende alle. Jacky Paul erklärt: "Bei den Präventionsveranstaltungen geht es um die Auseinandersetzung mit Gefühlen, Geheimnissen und Berührungen. Außerdem geben wir kindgerechte Informationen zu sexuellem Kindesmissbrauch und sprechen über mögliche Hilfsstrategien."

Sensibilisierung ist wichtig

Mit den Veranstaltungen möchte Wildwasser unbürokratisch konkrete Hilfen für Betroffene an einem Ort anbieten und sexualisierte Gewalt verhindern. "Kinder und Jugendliche müssen für das Thema sensibilisiert werden. Auch sollen sie Anregungen und Hilfestellungen erhalten, damit sie sich zu selbstbewussten Persönlichkeiten mit einer selbstbestimmten Sexualität entwickeln können", so die Sozialpädagoginnen.

Birgit Seidenglanz und Bernd Wolf sind die Klassenlehrer der 4. Klassen. Für Birgit Seidenglanz steht fest: "Das Thema ist aktuell und wir haben es in den Klassen schon oft besprochen, obwohl es derartiges an unserer Einrichtung noch nicht gegeben hat. Die Veranstaltung mit Wildwasser ist der Höhepunkt eines Projektes. Bereits im Vorfeld gab es viele Gespräche und wir hatten eine Umfrage gestartet. Bei den Gesprächen mit den Kindern nehmen wir uns viel Zeit. Das schafft Vertrauen."