Praxis steht im Mittelpunkt

Berufsschule Besucher erhalten in Zschopau Einblicke in verschiedene Berufsrichtungen

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Einblicke in den Beruf des Kfz-Mechatronikers bot Andreas Uhlig (re.), der die Besucher in der Werkstatt mit vielen Geräten beeindruckte. Foto: A. Bauer

Zschopau. Obwohl sich der Andrang in Grenzen hielt, hat sich der Tag der offenen Tür am Berufsschulzentrum Ernährung, Technik und Wirtschaft des Erzgebirgskreises nach Einschätzung der Gastgeber vollauf gelohnt. Denn die jungen Besucher, die am Standort in Zschopau vorbeischauten, konnten sich tiefgründig über die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten informieren. Von der Bautechnik über die Chemie bis hin zum Einzelhandel wurden alle Bereiche näher vorgestellt.

Als besonders interessant erwies sich ein Abstecher in die Werkstatt der Zschopauer Berufsschule. "Aus theoretischem Wissen wird hier die Praxis", sagte Lehrer Andreas Uhlig, der den "grauen" Stoff aus dem Unterricht dank der Fahrzeuge "lebendig" werden ließ. "Insgesamt verfügen wir über sieben Autos, die permanent repariert werden", so der Pädagoge. Es gilt, vorgeschaltete Fehler zu beheben. Leistungsprüfstände, Achsenvermessung und zahlreiche weitere technische Hilfsmittel stehen dabei zur Verfügung - und wurden auch am Tag der offenen Tür benutzt. So erhielten die Besucher einen Eindruck davon, wie Kfz-Mechatroniker arbeiten.

Vor allem in praktischer Hinsicht hatte auch der Stand zu bieten, an dem das Handwerk im Fokus stand. "Es ist gang und gäbe, dass einige unserer Berufsschüler das Handwerk vorführen", betonte Reinhard Friedemann. Der Verantwortliche für die Verbundausbildung Holzspielzeugmacher konnte dabei anschaulich erklären, dass es sich dabei um eine Symbiose aus mehreren Berufen handelt. So kommt es neben dem Schnitzen beispielsweise auch auf die Tischlerei an. Von Interesse ist das vor allem für regionale Schulabgänger. Denn die meisten der durchschnittlich zwölf Lehrlinge pro Jahrgang kommen in diesem Beruf aus dem Erzgebirge und den Randbereichen bis Chemnitz.