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Praxiseröffnung wohl etwas später

medizin Corona-Krise droht Vorhaben in Venusberg etwas in die Länge zu ziehen

Venusberg. 

Venusberg. Noch dreht sich alles um die Corona-Pandemie, doch die Gemeinde Drebach hat bereits die langfristige medizinische Versorgung nach dieser Krise im Blick. Dementsprechend froh ist der Gemeinderat, dass im Ortsteil Venusberg ein Arzt im Herbst eine Praxis eröffnen will, die sich im ehemaligen Gemeindeamt befinden wird. "Das ist für uns wie ein Fünfer im Lotto", sagt Bürgermeister Jens Haustein. Dafür sei er auch bereit, in einen sauren Apfel zu beißen. Gemeint ist damit sind damit die Bauarbeiten am Standort, die durch die Ertüchtigung des alten Gebäudes etwas teurer werden als zunächst geplant. Nach aktuellem Stand werden sich die Kosten auf etwa 200.000 Euro belaufen. Als Fördermittel sollen 131.600 Euro aus einem Leader-Programm in das Vorhaben fließen.

"Noch halten wir am Zeitplan fest"

Obwohl Haustein bei der jüngsten Gemeinderatssitzung noch keine endgültige Zusage für die Fördermittel verkünden konnte, ist er guter Dinge. Schließlich stehe eine Arztpraxis im ländlichen Raum auf der Prioritätenliste weit oben. Fraglich ist allerdings angesichts der aktuellen Lage, wann die Praxis eröffnet wird. "Das hängt nicht nur vom Bau ab", erklärte der Bürgermeister. Auch die Vorbereitungen seitens des Arztes, der die zentrale Lage des Standorts und die dortige Verkehrsanbindung schätzt, werden durch die Corona-Krise erschwert. Da Anlaufstellen schwerer zu erreichen sind und die Zuarbeiten etwas länger dauern, kann es zu Verzögerungen kommen. "Noch halten wir am Zeitplan fest", betonte Haustein. Er hofft, dass vor Ort im Herbst die ersten Patienten behandelt werden können.