Prinzessin und Pirat auf Zeit

Sozial Liesbeth Siegel aus Johanngeorgenstadt hat ein Jahr lang viel erlebt

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. Liesbeth Siegel aus Johanngeorgenstadt strahlt übers ganze Gesicht, wenn sie über ihr Freiwilliges Soziales Jahr spricht. Dieses hat sie beim Kul(T)ourbetrieb des Erzgebirgskreises auf Schloss Schwarzenberg absolviert.

"Ich hatte die Wahl zwischen Minijobs und diesem Jahr", sagt die 19-Jährige, die am Brecht-Gymnasium ihr Abitur gemacht hat und nun von einer Karriere bei der Bundespolizei träumt. Am 1. September beginnt sie dort eine Ausbildung.

Das Jahr habe ihr sehr viel gegeben, sagt sie. Sie hat gelernt eigene Entscheidungen zu treffen, sei gereift. "Natürlich gab es Höhen und Tiefen", meint die junge Frau, die jeweils 30 Minuten zwischen ihrem Heimatort und Schwarzenberg unterwegs war. 320 Euro gab es als Entlohnung, dazu 28 Urlaubstage im Jahr.

Abenteuerliches FSJ steht Bewerbern bevor

Besonders beeindruckt war sie von der Vielfalt der Aufgaben. Bei Abenteuerwanderungen beispielsweise schlüpfte sie in verschiedene Rollen - war Prinzessin, Pirat und Französin. Bei Kindergeburtstagen, die man auf Schloss Schwarzenberg feiern kann, stand sie zur Betreuung bereit und bei den großen Konzertveranstaltungen kümmerte sie sich um die Bewirtung der Gäste. "Gerade die Artmontan-Veranstaltung haben dann auch mal geschlaucht, weil wir ganz schön lang auf den Beinen waren", so Siegel. Doch eines steht fest: "Ich kann dieses freiwillige soziale Jahr wirklich jedem empfehlen."

Und genau da klemmt momentan die Säge. "Wir suchen dringend neue FSJler", sagt Teilbetriebsleiter Sven Neubert. Selbstbewusstsein, Kontaktfreudigkeit und kreative Ideen sollten diese mitbringen. kul(T)our-Betrieb des Erzgebirgskreises, Wettinerstr. 64, 08280 Aue.