Projekt rückt Lärmschutz in den Fokus

Präventionsprogramm Abschluss findet an Zschopauer Berufsschule statt

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Foto: mactrunk/Getty Images/iStockphoto

Zschopau. Eine bundesweite Aktion findet am kommenden Dienstag im Zschopauer Berufsschulzentrum ihren Abschluss. Die Rede ist vom Wettbewerb "Jugend will sich-er-leben", der von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung organisiert wird.

Mit diesem branchenübergreifenden Präventionsprogramm für Auszubildende richten sich die Veranstalter an Berufsschulen aller Bundesländer. Es soll den bis zu 800.000 Berufsanfängern helfen, sich frühzeitig mit den Risiken ihrer Arbeitswelt vertraut zu machen. Indem Gefahren erläutert werden, erhalten die Teilnehmer gleichzeitig einen tiefgründigen Eindruck, wie man sich mit sicherheitsbewusstem Verhalten vor diesen Risiken schützen kann.

Dass der diesjährige Wettbewerb unter dem Thema "Krach und Kontrolle" stand, wird in Zschopau deutlich. Schließlich wird bei der dortigen Abschlussveranstaltung eine Lärmmessung durchgeführt. Die Lehreinrichtung der Motorradstadt wurde für das große Finale ausgewählt, weil sich hier die meisten Schüler am Wettbewerb beteiligten.

Lärm auf der Arbeit stellt für viele ein Problem dar

Von 589 Schülern nahmen 523 am Preisausschreiben teil. Das bedeutet 88,89 Prozent, was einen Bestwert für Sachsen darstellt. Die Fragen, die die Schüler zu beantworten hatten, beschäftigten sich allesamt mit dem Thema Lärmminderung Gehörschutz. Dass darauf der Fokus lag, kommt nicht von ungefähr.

"Eine repräsentative Umfrage für unser Präventionsprogramm ergab, dass sich eine große Mehrheit aller Beschäftigten im Alter von 16 bis 25 Jahren regelmäßig auf der Arbeit durch Lärm gestört fühlt", erklärt Ute Kalka vom Präventionsdienst München, der zur Berufsgenossenschaft Holz und Metall gehört. Daraufhin seien den Berufsschulen sowie Betrieben Unterlagen zur Verfügung gestellt worden, die sich mit der Prävention von Gehörschäden beschäftigten.