Projekt soll im Januar starten

Asyl Frühere Schule bietet unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden Platz

Die ehemalige Bauberufsschule "An der Mulde" in Bad Schlema, die jetzt lange Zeit leer stand, wird einer neuen Nutzung zugeführt, Handwerker waren in den letzten Wochen am Wirken. Vor drei Tagen nun hat man die Einrichtung in Betrieb genommen - internatsmäßig untergebracht sind dort vorerst 30 Unbegleitete minderjährige Asylsuchende (UMA). Betreut werden diese vom Diakonischen Werk Aue-Schwarzenberg. "Der Vorteil den wir gegenüber einer Massenunterkunft sehen, ist der Betreuungsschlüssel, der bei 1:2 liegt", sagt Bad Schlemas Bürgermeister Jens Müller, der optimistisch ist: "Wir gehen davon aus, dass es dort kaum zu Problemen kommen wird." Die Turnhalle steht derzeit für Freizeit- und Schulsport zur Verfügung. Die freien Belegungszeiten sollen jetzt für die UMA mit genutzt werden. Zudem plant der Verein zur Beruflichen Förderung und Ausbildung (VBFA) in Kooperation mit dem Landesbildungszentrum des Sächsischen Dachdeckerhandwerks in Bad Schlema den Start eines Pilot-Projektes speziell für UMA und junge Migranten ab 16 Jahren. Ziel ist eine möglichst schnelle Integration in den Arbeitsmarkt. In Fragen Beschulung geht es um Sprach- und Integrationskurse aber auch um Berufsvorbereitung und Berufseinstiegsbegleitung. Zudem sollen die Jugendlichen in einem praktischen Teil in mehrere Gewerke reinschnuppern. Die Einrichtung von Vorbereitungsklassen und der Beginn der Ausbildung sind für Januar 2016 vorgesehen. Bereits untergebracht sind in Bad Schlema 20 UMA im Kinderheim Am Toelleberg. Per Stand 14. Dezember muss der Erzgebirgskreis insgesamt bis zu 282 UMA unterzubringen.



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