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Protest: Die Grundschule Waldkirchen und ihre traurigen Smileys

Protestaktion Eltern von Grundschülern setzen Zeichen gegen die Corona-Maßnahmen

Waldkirchen. 

Waldkirchen. Bunte Wimpel schmücken seit wenigen Tagen den Zaun rund um die Grundschule Waldkirchen. So farbenfroh die zahlreichen Exemplare auch sind: Die darauf gezeichneten Gesichter wirken alles andere als fröhlich, die Mundwinkel der vermeintlichen Smileys gehen alle deutlich nach unten. Gezeichnet wurden sie von Kindern und Eltern der Schule, die damit ihren Unmut über die Schließung der Schulen zum Ausdruck bringen. Auch ein großes Plakat wurde am Zaun angebracht. "Öffnet die Schule! Kinder haben ein Recht auf Bildung!" steht darauf geschrieben. Dazu noch der Hinweis, dass Wissen Zukunft bedeutet.

Lehrerin unterstützt Aktion

Initiiert hat die Aktion der Elternbeirat der Grundschule im Grünhainichener Ortsteil. "Wir haben uns zusammengesetzt und waren schnell einer Meinung", berichtet der Beiratsvorsitzende Mario Uhlig. "Wir wollen auf dieses Problem aufmerksam machen und zeigen, dass wir uns nicht alle Beschlüsse gefallen lassen", sagt der 38-Jährige. Er betont ausdrücklich, Corona nicht verharmlosen zu wollen. Allerdings ist in seinen Augen eine ganz andere Politik möglich, die zum Beispiel der jungen Generation weiterhin den Klassenunterricht ermöglichen sollte. Eine Meinung, die nicht nur Kinder und Eltern teilen, sondern auch Lehrer. So unterstützt beispielsweise Kornelia Jierschik, die Klassenleiterin der 3b, auf privater Ebene diese Aktion. "Der Unterricht sollte weitergehen", lautet ihre klare Meinung.

"Es fehlt der Spaß am Lernen"

Zwar geben sich alle Lehrer alle Mühe, ihre Schüler auch im Homeschooling voranzubringen. "Aber das ist etwas ganz anderes als der Unterricht in der Schule", sagt Mario Uhlig. Viele Kinder würden dabei auf der Strecke bleiben, weil der Dialog und vor allem der Spaß am Lernen fehlen. Dabei könnten die Kinder in den Augen des 38-Jährigen durchaus in der Schule zusammenkommen, denn Corona-Ansteckungen habe es dort kaum gegeben. Kontakt gebe es nur innerhalb der jeweiligen Klassen, die ansonsten getrennt sind. Dies werde zum Beispiel durch den unterschiedlichen Unterrichtsbeginn gewährleistet. Erst wenn sich Fälle häufen und sich zeigt, dass das Konzept nicht aufgeht, sollte die Politik reagieren. Darin sind sich in der Waldkirchener Grundschule fast alle einig.



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