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Protest: Veilchen-Fans suchen Stürmer über Ebay

Fußball Nach Testroet Weggang sorgt freches Banner für Aufmerksamkeit am Erzgebirgsstadion

Aue-Bad Schlema. 

Aue-Bad Schlema. Die neue Saison der 2. Fußball-Bundesliga hat noch nicht einmal begonnen, doch bei einigen Fans des FC Erzgebirge Aue schlagen offensichtlich bereits die Emotionen hoch. Diesen Eindruck gewinnen Beobachter angesichts eines Banners, das am gestrigen Freitagabend plötzlich am Zaun des Erzgebirgsstadions auftauchte. Auf diesem war zu lesen: "Die Wismut DNA ist nicht veränderbar." Wobei im Wort "veränderbar" der Buchstabe "R" in rot und der Buchstabe "B" in blau hervorgehoben ist - natürlich eine Anspielung auf RB Leipzig.

Clemens Fandrich, Tom Nattermann, John Patrick Strauß, Erik Majetschak und in der kommenden Saison Anthony Barylla tragen oder trugen schon das Trikot der Veilchen. Sie alle eint eins: Die Profis haben RB-Erfahrung. Mit der Verpflichtung von Aleksey Shpilevski haben die Lila-Weißen nun einen Chefcoach angeheuert, der mit dem Leipziger Spielstil vertraut ist und diesen auch im Erzgebirge etablieren will.

 

Unmut innerhalb der Fangemeinde

Doch zurück zum Unmut unter den Fans. Erster Aufreger war der Wechsel von Stürmertalent Florian Krüger in die 1. Bundesliga zu Arminia Bielefeld. Dabei erhitzte nicht die Vertragsauflösung als solche die Gemüter, sondern die Ablösesumme in Höhe von einer Million Euro, die in drei Raten gezahlt werden soll. "Viel zu niedrig", argumentierte die Anhängerschaft und unangebracht die Zahlung in Raten, so die verbreitete Meinung.

Als in dieser Woche die Vertragsauflösung von Pascal Testroet bekannt wurde, der zum SV Sandhausen wechselt, war die Butter braun. Das änderte sich auch nicht als der Stürmer, der in der vergangenen Saison mit zwölf Toren der beste FCE-Stürmer war, sich von den Fans in den sozialen Medien verabschiedete. Paco schrieb: "Ich habe die drei Jahre im Trikot des FCE sehr genossen und von der ersten bis zu letzten Sekunde probiert, alles zu geben." Außerdem erinnerte er an die erfolgreichen Zeiten. Soweit so gut. Doch dann schrieb der Stürmer weiter: "Jetzt war für mich der Zeitpunkt gekommen, den Verein zu wechseln, weil mir die Verantwortlichen gesagt haben, dass man zukünftig anders plant." Was diese Ansage bei den FCE-Fans auslöste, ist schnell erzählt. Von Enttäuschung über Unverständnis bis hin zu Wut reichten die Emotionen. Mit dem Banner war aber nur der erste Schritte gesetzt: In einem zweiten schalteten Anhänger eine Ebay-Kleinanzeige. Sie suchen einen Stürmer, der den FCE aus dem freien Fall retten soll. Berufserfahrung, so heißt es in der Anzeige, ist nicht zwingend erforderlich.

 



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