"Puppen-Omi" im Ruhestand

Leute heute Helga Uhlig gibt ihr Puppenmuseum in jüngere Hände

Hopfgarten. 

Helga Uhlig ist 71 Jahre alt und liebt Puppen. Im November 2000 hatte sie sich mit der Eröffnung des Puppenmuseums im Marienberger Ortsteil Pobershau einen Lebenstraum erfüllt. Über 2500 ihrer Lieblinge fanden darin einen Platz und können seitdem gemeinsam mit Hunderten Plüschtieren und 75 Puppenstuben bewundert werden. Vor zwei Jahren wollte sich die rüstige" Puppen-Omi" dann eigentlich in den Ruhestand verabschieden. "Ich wollte mich zur Ruhe setzen und das Museum als komplette Sammlung verkaufen", so Helga Uhlig. Doch sie fand keinen Abnehmer der ihr Konzept so weiterführen wollte, einzelne Stücke hätte sie dagegen sofort abgenommen bekommen. "Aber das wollte ich nicht, das ist so etwas wie mein Lebenswerk und es hätte mir in der Seele weh getan, die Sammlung zu zerreißen". Also führte sie mit Hilfe ihrer Tochter Puppendoktorin Myriam Richter das Museum doch noch weiter. "Ab dem nächsten Jahr wird sich meine Tochter dann voll und ganz um das Museum kümmern und natürlich werde auch ich noch ab und zu vorbeischauen", freut sich Helga Uhlig über diese Lösung. Immerhin habe das Puppenmuseum seit der Eröffnung ja auch viele Fans gefunden, Besucher kämen aus ganz Sachsen um die ausgestellten Schätzchen zu sehen, darunter auch viele einmalige Sammlerpuppen. Wert legt Helga Uhlig darauf, dass es wie bisher ein Museum zum Anfassen bleibt. Natürlich gibt es auch einige wertvolle Stücke hinter Glas, doch lädt beispielsweise auch eine große Kinderspielecke ein. Das Museum hat dienstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet und bietet auch einen Puppenverkauf.