Quantität und Quaität gestiegen

Kulturfestival Artmontan geht ins 20. Jahr - Landrat zieht positive Bilanz

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Auch die letzten drei Veranstaltungen des Artmontan-Festivals waren restlos ausverkauft. Foto: Carsten Wagner

Markersbach. In der Artmontan-Stammspielstätte, in der Kaverne des Pumpspeicherkraftwerks Markersbach, hat Landrat Frank Vogel eine Bilanz des Kulturfestivals gezogen. Der Grund: Artmontan geht 2017 in sein 20. Jahr. "Das Festival hat sich gemausert", betonte Landrat Vogel: "Nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität." Für die Güte des Konzeptes spricht, dass viele Veranstaltungen schon im Vorjahr ausgebucht sind und so liest man auch im aktuellen Programmheft auf verschiedenen Seiten "Ausverkauft".

Zunächst allerdings, so erinnert sich Frank Vogel, habe es Zweifel und Fragen gegeben, ob das Konzept überhaupt aufgehen kann. "Anfangs gab es vier Termine im Jahr, in jedem Quartal einen. Damit wollte man auch an die Bergbaugeschichte erinnern", so Vogel. 2003 kam ein zusätzlicher Termin hinzu. Alljährlich im Februar wird seither der Auftakt mit Dixieland vollzogen. Geblieben sind auch die außergewöhnlichen Spielstätten. "Es sind ja Spielstätten, die eigentlich gar keine sind", so Vogel. Immer wieder werden beispielsweise Produktionsstätten für Konzerte genutzt. "Allerdings muss man dafür Unternehmer finden, die bereit sind, diese Strapazen auf sich zu nehmen", weiß der Landrat. Denn wer Kulisse einer Artmontan-Veranstaltung sein will, der muss bereit sein, eine Produktionspause einzulegen, Hallen sauber zu machen und zuzulassen, dass sich ein funktionierender Industriebetrieb in eine Konzerthalle verwandelt. Obwohl die Nachfrage nach Tickets immer sehr groß ist, will das Team um Kul(t)ourbetriebsleiterin Ursula Haarig nicht aus allen Nähten platzen. Maximal 600 Gäste in einer Veranstaltung, sonst verliere Artmontan seinen Charakter, sind sich die Verantwortlichen einig.