Querelen in Olbernhau: Fünf Abschiede und nur die halbe Fan-Unterstützung

Fußball SVO spielt kommende Saison nur noch in der Erzgebirgsliga

Olbernhau. 

Olbernhau. Rein rechnerisch ist für die Fußballer der SV Olbernhau in der Landesliga noch alles möglich. Zwar befindet sich der Aufsteiger in der Abstiegszone, doch liegt das rettende Ufer noch in Reichweite. Es zu erreichen, würde allerdings nichts bringen, da der Verein für die kommende Saison sein Team in der Erzgebirgsliga angemeldet hat.

Nur die Hälfte der Fans machte sich auf der Tribüne bemerkbar

Gleich um zwei Spielklassen wird es also nach unten gehen, nachdem Querelen im Verein zum Abschied von fünf Spielern gesorgt haben. Die jüngsten Entwicklungen machen sich auf der Zuschauertribüne bemerkbar, wo nur noch rund 150 statt zuvor 300 Fans zu finden sind. Auf die Einstellung des verbliebenen Kaders hat die Situation aber offenbar kaum Einfluss, denn die Mannschaft zeigte laut Trainer Tobias Moritz zuletzt Leidenschaft.

Zwischen den beiden Niederlagen sieht der Trainer keine Parallelen

Zwar setzte es am 5. Mai im Spiel gegen Eintracht Niesky (4.) wie schon eine Woche zuvor gegen Spitzenreiter Grimma eine 0:7-Niederlage. Aber der Coach, der in der Winterpause Steve Dieske abgelöst hatte, sah nur wenige Parallelen zwischen den Spielen. "Die Mannschaft hat sich diesmal nicht aufgegeben. In der ersten Viertelstunde waren wir ebenbürtig und hatten sogar die besseren Chancen", berichtet Moritz.

Ein Ballverlust mit schweren Folgen:

Zwei individuelle Fehler in der Defensive brachten Olbernhau dann aber aus dem Konzept. Vor allem der zweite dieser beiden Ballverluste hatte schwerwiegende Folgen. Nur fünf Minuten nach dem 0:1 verlor Martin Preißler den Ball und beging dann ein Foul, das einen Platzverweis sowie einen direkt verwandelten Freistoß nach sich zog.

In Unterzahl bewiesen die Gastgeber dann Moral, konnten aber fünf weitere Gegentore nicht verhindern. Noch schwerer wiegen jedoch die Sperre von Preißler sowie die Verletzung von Björn Siegert, da Moritz allmählich die Alternativen fehlen.