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Rück-BLICK auf den Mauerfall: Sigrid Pisarski erinnert sich

Geschichte "Mir fehlt der Zusammenhalt, wie es früher mal war."

Sigrid Pisarski arbeitet als Filialleiterin. Als die Mauer in Berlin fiel, war sie 32 Jahre alt.

 

Wie erinnern Sie sich an den 9. November 1989?

Es war sehr aufregend. Ich war normal auf Arbeit. Als ich es erfuhr habe ich mich gefreut, doch auch ein bisschen an das Ungewisse gedacht.

 

Wissen Sie noch, was Sie sich von den 100 Mark Begrüßungsgeld gekauft haben?

Ja, zwei Walkman für die Kinder. Wir mussten auch gleich noch die passenden Batterien und Kassetten kaufen, da es so etwas bei uns nicht gab. Zuvor, im September, hatten wir nach 15 Jahren unseren Trabi bekommen. Dafür kauften wir uns noch ein Autoradio.

 

Gibt es etwas, das Sie seit der Wende vermissen?

Ich vermisse die Menschlichkeit untereinander. Es ist eine richtige Ellenbogengesellschaft geworden. Mir fehlt der Zusammenhalt, wie es früher mal war.

 

Was hat die Wende für Sie persönlich gebracht?

Jetzt kann ich die Welt kennenlernen. Zu DDR-Zeiten ging das ja nicht so. Trotzdem habe ich das damals nicht so sehr vermisst.

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