Rajewsky-Areal in Bad Schlema ist saniert

Altlasten Gemeinde hält Fläche für die Kurgesellschaft vor

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Das Areal an der Rajewsky-Straße in Bad Schlema ist saniert und seitens der Wismut GmbH an die Gemeinde Bad Schlema übergeben worden. Foto: R. Wendland

Bad Schlema. Das Rajewsky-Areal in Bad Schlema, eine Wismut-Altlast-Fläche, ist seitens der Wismut saniert und jetzt der Gemeinde Bad Schlema übergeben worden. Mit der Maßnahme begonnen hatte man im Juni 2016. Die Hauptfläche ist fertig saniert und was jetzt noch läuft, so Manfred Speer ist Leiter Projektträger Wismut-Altstandorte, seien minimale Restleistungen, die noch im Juni abgeschlossen werden sollen.

Das Areal umfasst insgesamt rund einen Hektar. Rund 1,3 Millionen Euro hat die Sanierung gekostet. Zwei Gründe gab es, so Speer: zum einen sei der alte Schlema-Bach, der einst von der Wismut gebaut worden ist, um das Wasser aus Oberschlema um die Grube herumzuleiten, seit kurz nach der Wende nicht mehr in Nutzung und für die Gemeinde eine Unterhaltungslast.

Außerdem war die Fläche an der Professor-Rajewsky-Straße mit belastetem und mehrfach kontaminierten Haldenmaterial überschüttet gewesen, was teuer entsorgt werden musste. Was noch hinzugekommen ist, waren bauliche Relikte der ehemaligen Pensionshäuser und alte Rohrleitungen. Die Gemeinde ist froh, dass die Fläche saniert ist.

Was die Nutzung angeht, gab es verschiedene Ansätze - es sollte eine chinesische Kurklinik entstehen und auch Wohnbebauung war im Gespräch. Doch wie Bürgermeister Jens Müller erklärt, sei das alles vom Tisch. Man hat sich entschieden, die Kommune das Areal als Erweiterungsfläche für die Kurgesellschaft vorhält. Alles andere sei zu kurzfristig gedacht, sagt Müller, der in dieser Form den Gemeinderat hinter sich stehen hat.