Rallyesport vom Feinsten

Motorsport 55. ADMV Rallye Erzgebirge begeisterte die Massen

Stollberg. 

Stollberg. Mit dem Sieg von Marijan Griebel/Alexander Rath (Hahnweiler/Trier) endete die 55. Ausgabe der Kult-Rallye im Erzgebirge, die diesmal zwischen Stollberg, Stützengrün und Zschopau ausgetragen wurde. Wenngleich dieser am Ende mit über einer Minute Vorsprung auf die zweitplatzierten Dominik Dinkel/Christina Fürst (Rossach/Tiefenbach) vergleichsweise deutlich ausfiel, stand er bis zum Schluss auf Messers Schneide.

Sekunden-Krimi

Seit dem Freitagabend tobte der der Kampf um Sekundenbruchteile dieser beiden Fahrerpaarungen in den schnellsten Autos des gesamten Feldes, denn die Gesamtführung wechselte ständig hin und her. Auf der siebenten von insgesamt elf Wertungsprüfungen schlug das Pendel, nachdem Griebel/Rath einen Reifenschaden zu beklagen hatten, in Richtung Dinkel/Fürst aus. Danach drehte der 29-Jährige in seinem Peugeot 208 T16 R5 allerdings noch einmal so richtig auf, machte knapp zehn Sekunden wett und ging schließlich als Erster des Rankings auf die letzte WP. Auf dieser schlug nun die Defekthexe am Dinkel´schen Skoda Fabia R5 erbarmungslos zu, sodass anstatt eines Konters eine gemäßigte Fahrt ins Ziel anstand.

Heimstarke Sachsen

Die nachfolgenden Plätze hinter den beiden übermächtigen Besatzungen gingen an sächsische Teams bzw. Teams mit sächsischer Beteiligung. So navigierte und dirigierte Christoph Gerlich aus Niederwiesa den 19-jährigen Youngster Roman Schwedt aus Heusweiler im Saarland in einem Peugeot 207 S2000 auf den dritten Gesamtrang, gefolgt vom 59-jährigen Routinier und "Erze"-Rekordsieger Ruben Zeltner, dem wie fast immer seine Ehefrau Petra vom "heißen Sitz" ihres Porsche 996 GT3 aus assistierte.

Dahinter entschieden der 27-jährige Sepp Wiegand aus Zwönitz und Anne Katharina Stein aus dem thüringischen Wutha-Farnroda das Duell der beiden sächsischen U30-Rallye-Piloten in baugleichen Opel Adam R2 für sich und verwiesen, nach einem Fahrfehler am Freitagabend, den ein Jahr älteren Julius Tannert aus Lichtentanne und dessen derzeit in Hamburg lebenden, jedoch aus Chemnitz stammenden Co-Piloten Helmar Hinnerberg auf Rang fünf.

Davor wäre sicherlich der noch bis zum 19. Oktober 45-jährige Carsten Mohe aus Crottendorf und sein 36-jähriger Co-Pilot Alexander Hirsch aus Tannenberg im leistungsstarken und soundgewaltigen Renault Megane Maxi ins Ziel gekommen, doch ein Motorschaden zwang sie nach der ominösen siebenten Wertungsprüfung auf Platz vier liegend zur Aufgabe.