Rathaus ist gegen Personalabbau

Stadtentwicklung Wolkensteiner Bürgermeister will Bevölkerungsrückgang stoppen

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Im Wolkensteiner Rathaus soll Personal abgebaut werden. Der Bürgermeister ist dagegen. Foto: Sandra Häfner

Wolkenstein. Im Wolkensteiner Rathaus sollen Stellen abgebaut werden. Das Landratsamt verlangt von der Stadt, ein Personalkonzept vorzulegen. Dabei werde von einer negativen demografischen Entwicklung, also einem Bevölkerungsrückgang, ausgegangen, sagte Bürgermeister Wolfram Liebing im Stadtrat.

Daraus folge ein notwendiger Abbau von Personal. Das wird im Rathaus aber anders gesehen. Der Rückgang der Bevölkerungszahl, die derzeit bei rund 3900 liege, sei fast gestoppt, betonte Liebing. Auch könne man die Entwicklung der Bevölkerung nicht voraussagen. Es sei gelungen, nicht nur neue Baugrundstücke wie etwa im Wohngebiet Butterleithe anzubieten.

"An Häusern in Wolkenstein stehen Baugerüste, es werden Wohnungen für neue Mieter fertig. Es tut sich etwas", so der Bürgermeister. Es gebe Anfragen nach Wohnraum und Platz für Kleingewerbe. Zudem sei für jedes Haus, das leer geworden sei, ein Nachnutzer gefunden worden, so Liebing. "Sollte es uns gelingen, diese positive Stimmung zu halten und nach außen zu tragen, wird die Entwicklung der Bevölkerungszahlen positiv sein und dann könnte Personal sogar wieder aufgestockt werden", erklärt das Stadtoberhaupt.

"Wenn sich die positive Stimmung hält, kann sogar wieder eingestellt werden" - Bürgermeister Wolfram Liebing

Deshalb sei es wichtig, ein Personalkonzept mit einer Vision zu entwickeln. Zudem bringe die Ernennung Warmbads zum Heilbad und das Stadtentwicklungskonzept für Wolkenstein die Entwicklung voran.

Kämmerin Diana Helbig erklärte, dass die Mitarbeiterzahl der Verwaltung von 48 Personen 2008 auf derzeit 61 Mitarbeiter gestiegen sei. Das sei vor allem dem Anstieg der Kinderzahlen in den Kitas zu verdanken. Das Durchschnittsalter der Mitarbeiter sank in dieser Zeit von 51,6 auf 47,5 Jahre. "Das ist eine sehr positive Entwicklung", so Helbig.



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