Reformpädagogik zum Nachlesen

Jenaplan Jens und Bärbel Bitterlich bringen gemeinsames Buch heraus

Schwarzenberg. 

Schwarzenberg. In Markersbach steht die erste Jenaplanschule Sachsens. Das, was einst als Schulversuch begann, ist mittlerweile eine feste Größe in der erzgebirgischen Landschaft der Bildungseinrichtungen. Dass ausgerechnet in Markersbach die erste Jenaplanschule aus der Taufe gehoben wurde, ist vor allem Jens und Bärbel Bitterlich zu verdanken. Allerdings ist das Paar schon seit ein paar Jahren nicht mehr an der Einrichtung aktiv. Der Jenaplanpädagogik aber haben sie nicht ade gesagt. Ganz im Gegenteil: Die Bitterlichs sind unter anderem in ganz Sachsen unterwegs, um Bildungseinrichtungen und ihre Träger zum Thema Jenaplan zu beraten. Denn zu den Besonderheiten des Konzepts gehört, dass Jenaplan Jahrgangsübergreifenden Unterricht möglich macht. Deshalb informieren die Schwarzenberger im Freistaat beispielsweise im Auftrag der Bildungsagentur genau darüber. Bärbel Bitterlich freut sich: "Das wurde besonders interessant, seit die kleinen Grundschulen zugelassen sind. Heute ist es ja, anders als vor ein paar Jahren, erlaubt, mit einer geringen Schülerzahl eine Klasse zu bilden."

70 Seiten, leicht verständlich in einem Handbuch

Bei Seminaren und Schulungen wollten die Teilnehmer natürlich auch immer wieder etwas Schriftliches mit nach Hause nehmen. So reifte der Wunsch bei den beiden Pädagogen, eine Broschüre mit vielen praktischen Beispielen herauszugeben. "Eins, zwei, drei - Kindheit schnell vorbei" heißt das neue Buch und ist beim Schneider-Verlag erschienen. Wichtig war es vor allem Bärbel Bitterlich, dass es leicht verständlich ist. Deshalb las sie jede Seite mehrfach Korrektur und sorgte dafür, dass auch der theoretische Teil greifbar und für den Laien nachvollziehbar ist. "Wenn man es so will, haben wir es dreimal geschrieben - immer wieder neue Fassungen", so Jens Bitterlich. Entstanden ist ein 70 Seiten umfassendes Handbuch.

Fürs Layout des Büchleins zeichnet ihr Sohn Reimar verantwortlich. Und so ist es ein echtes Familienwerk geworden.