Regenzeit ohne Regen

Abenteuer Junge Leute in Afrika für guten Zweck unterwegs

Sie schnuppern bereits afrikanische Luft, gewöhnen sich an das neue Klima und sind nach wie vor guter Dinge: Melanie Wirth aus Callenberg und Robert Mittag aus Johanngeorgenstadt sind gut im afrikanischen Tansania angekommen, wo sie einiges vorhaben. Die beiden Sachsen wollen die zwei höchsten Berge Tansanias, den 4565 Meter hohen Mount Meru und den 5895 Meter hohen Kilimandscharo besteigen.

Per Email teilte die frischgebackene Sozialpädagogin mit: "Wir wohnen bei einer deutschen Freundin im Haus." Diese Freundin, Franziska Missler stammt ursprünglich aus Johanngeorgenstadt und hat die Touren der beiden Abenteurer organisiert. Die beiden Erzgebirge sind begeistert, dass sie nicht in den Touristenhochburgen untergebracht sind, sondern sich mitten im "richtigen" Afrika abseits vom Tourismusrummel befinden.

"Wir haben die Stadt erkundet, Menschen getroffen und das afrikanische Essen kennengelernt", so Melanie Wirth über die ersten Tage. Im Haus leben jede Menge Tiere: Hunde, Schildkröte und Hase. "Wir kümmern uns um sie und machen uns im Garten nützlich." Ein bisschen überraschend sind die Temperaturen: "Es ist sehr heiß und obwohl Regenzeit ist gibt es kaum Regen", so Melanie Wirth.

Der Ausflug der beiden ins ferne Afrika hat einen gemeinnützigen und karitativen Grund. . "Für jeden Höhenmeter wollen wir einen Euro sammeln", sagte Melanie Wirth bereits vor ihrem Abflug. Im besten Fall kommen mehr als 10.000 Euro zusammen. Das Geld spendet das Paar dem Verein "Sonnenstrahl" aus Dresden. "Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, krebskranke Kinder und Jugendliche sowie deren Familien während der gesamten Krankheitsphase psychologisch, wie auch sozialpädagogisch zu betreuen", erklärt Robert Mittag. Beide sind froh, dass sie das Eisenwerk Wittigsthal GmbH aus Johanngeorgenstadt als Hauptsponsor gewinnen konnten. "Ohne sie hätten wir das Projekt in der Form nicht machen können."