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Westsachsen

Region freut sich über Fördermittel

Übergabe Sachsens Innenstaatssekretär überbringt Bescheide für wichtige Projekte

Wiesenbad. 

Wiesenbad. Ende vergangener Woche hat der sächsische Innenstaatssekretär, Günther Schneider, das Erzgebirge besucht. Station machte er in Thermalbad Wiesenbad sowie in Annaberg-Buchholz, wo er zwei Fördermittelbescheide in Höhe von insgesamt mehr als 800.000 Euro übergab. 130.400 Euro davon, die aus dem EU-Programm "Nachhaltige Stadtentwicklung" kommen, fließen in die energetische Sanierung des Annaberger Rathauses.

In der Kreisstadt wird außerdem ein soziales Projekt unterstützt. So kommen weitere 101.105 Euro aus dem EU-Programm "Nachhaltige soziale Stadtentwicklung" dem Projekt "Jungenarbeit inklusive" zugute. Dabei handelt es sich um eine Initiative des "Vereins zum Schutz des Lebens" im Kindertreff Stadtmitte.

Ein Winter, um die Meinung zu ändern

Noch kostenintensiver ist eine Maßnahme, die demnächst im Thermalbad Wiesenbad umgesetzt werden soll. Dort hatte das große Fabrikgebäude auf dem Industriegelände "Himmelmühle" schon länger für Sorgenfalten gesorgt. Obwohl es zum Teil bereits eingestürzt ist, war eine Beseitigung bislang zu teuer. "Insgesamt neun Mal haben wir uns im Gemeinderat damit beschäftigt - und waren dabei immer einer Meinung. Das ist nicht selbstverständlich", berichtete Bürgermeisterin Berit Schiefer beim Erhalt des Fördermittelbescheids über 611.646 Euro. Auf diesen hatte sie schon einmal gehofft. Allerdings hatte der Denkmalschutz beim ersten Anlauf gemeint, das Gebäude sei erhaltenswert.

"Es brauchte nur einen Winter, um diese Meinung zu ändern", so die Bürgermeisterin weiter. Das 1834 als Baumwollspinnerei gebaute Gebäude, das später unter anderem auch als Schokoladenfabrik und Frauengefängnis genutzt wurde, soll nun Anfang kommenden Jahres abgerissen werden. Die Fördermittel stammen aus dem Landesbrachenprogramm. "Durch die Unterstützung des Abbruchs von Gebäuden, die baulich sehr beschädigt sind, können Gefahrenquellen und Umweltschäden reduziert werden", erklärte Günther Schneider bei der Übergabe.



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