Renn-Taxi sorgt für Freude

Hilfe Nascar-Team fährt 146 Mal mit krebskranken Kindern auf dem Lausitzring

Früher war Jan Wätzig auf Pokale aus. Mittlerweile ist für den einstigen Rennfahrer aus Wolkenstein das Lächeln seiner Beifahrer der schönste Lohn. Er setzt sich auch weiterhin gern hinters Lenkrad von Rennwagen, um Gas zu geben. Allerdings will er dabei keine Rennen gewinnen, sondern krebskranken Kindern eine Freude bereiten. Entweder der 37-Jährige entführt die Betroffenen selbst aus ihrem Alltag, oder er nimmt Verwandte oder Sponsoren mit in seinem Renn-Taxi, um Spenden zu sammeln.

Das von Wätzig initiierte Eastside Nascar Racing Team hat mittlerweile seine vierte Saison hinter sich. "Wir haben 146 Fahrten absolviert. Dabei saßen rund 75 Kinder mit im Auto", berichtet der Wolkensteiner, der mit seinen Teamkollegen inzwischen eine eigene Box am Lausitzring hat. Die Betreiber der Rennstrecke sind zu einem großen Unterstützer des Projekts geworden. Wann immer es möglich ist, dreht das Renntaxi dort seine Runden. Darüber freut sich speziell der "Sonnenstrahl". Der Dresdner Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche war von Anfang an Kooperationspartner der Erzgebirger.

Mit der 13-jährigen Celina wurde eine junge Dresdnerin nun sogar zur Ehrenrennfahrerin des Teams ernannt. Obwohl sie das Schicksal hart getroffen hat, legt das Mädchen immer eine positive Einstellung an den Tag. "Sie ist so etwas wie ein Mentor für uns geworden und hilft, wann immer sie kann", erklärt Wätzig, der sich auch über materiellen Zuwachs freut. Neben dem Nascar-Rennwagen verfügt das Team nun auch über einen Dodge Viper GT3. Ein Supersportwagen und eine echte Seltenheit, wie der Pilot betont. Mit 625 PS sind bis zu 280 km/h drin. "Da macht es den Kindern noch mehr Spaß", sagt Wätzig, der mit seinen Helfern nun den Winter über an den Renn-Taxis bastelt.