"Rettungs-Anker" für Dachstuhl

BAUREPORT Heimatverein saniert Saal

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Jürgen Metzler (l.) und Horst Fröber vom Bauausschuss. Foto: Armin Leischel

Oberoelsnitz. Aus sicherheitstechnischen Gründen musste der Saal des Vereinshauses "Zum Anker" in Oberoelsnitz am 21. Oktober 2014 gesperrt werden. "Die Maßnahme wurde erforderlich, weil die Zersetzung des Dachstuhles durch den Holzwurm so fortgeschritten war, dass die Standsicherheit des Dachstuhles nicht mehr gegeben war", sagte Jürgen Metzler, Präsident des Heimatvereins.

In den darauffolgenden Jahren wurden Voraussetzungen zur Reparaturdurchführung am Dachstuhl geschaffen. Ziel des Vereins war es, zehn Prozent an den Reparaturkosten als Eigenanteil und Eigenleistung abzusichern. Zur Umsetzung dieser anspruchsvollen Aufgabe wurde am 5. März 2015 ein Programm zur Sicherung der Eigenmittel durch die Vereinsmitglieder verabschiedet. Dazu gehörten Spenden der Vereinsmitglieder, Spendenaufrufe an die Bevölkerung und Unternehmen der Stadt Oelsnitz sowie im Altkreisgebiet und Sammelbüchsen anlässlich von Vereinsveranstaltungen.

So organisierten die Oelsnitzer Blasmusikanten ein Benefizkonzert, dem sich auch Künstler, Bands und die Goethe-Schule anschlossen. Unterstützung kam auch von der Glückauf Brauerei Gersdorf und der Fleisch- und Wurstwaren AG aus Neuwürschnitz.

Zwischen der Stadt Oelsnitz und dem Heimatverein wurde eine Zuwendungsvereinbarung abgeschlossen. Resultierend konnten die Baumaßnahmen am 18. August 2016 gestartet werden, mit dem Ziel im 1. Halbjahr 2017 fertig zu sein. Neben der Hauptaufgabe "Gewährleistung der Standsicherheit des Dachstuhles" wurde als weiterer Schwerpunkt "bauliche Maßnahmen zur Erhöhung des Brandschutzes" am Gesamtobjekt realisiert. Am 28. April findet eine Dankeschönveranstaltung im Anker-Saal statt.