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Rettungsaktion in luftiger Höhe

Training Einsatzkräfte rüsten sich für den Notfall

Notfälle in luftiger Höhe sind das Einsatzgebiet der Höhenrettung Aue-Schwarzenberg. Die speziell ausgebildeten Helfer werden dann gerufen, wenn die Feuerwehr an Grenzen stößt. "Die Drehleiter hat nur eine bestimmte Höhe und das ist auch die Einsatzgrenze für die Feuerwehr. Also müssen Retter vor Ort sein, die im Seil arbeiten können und das geht nur von der Höhenrettung aus. Was seitens der Feuerwehr funktioniert, ist die Absturzsicherung. Die Kameraden können demnach verhindern, dass jemand abstürzt, können aber niemanden aus solch einer Höhe retten", erklärt Hans Kolitsch, Chef der Höhenrettung Aue-Schwarzenberg. In seinem Team zählt er aktuell 16 Leute. Den Notfall haben Feuerwehr und Höhenrettung jetzt am Beispiel der St. Wolfgangkirche in Schneeberg simuliert. "Wir wollten eine solche Rettungsübung schon lange einmal durchführen, haben aber bisher nie Gehör gefunden. Jetzt hat es endlich geklappt", erzählt Kolitsch. Der initiierte Einsatz in Schneeberg war ein klassischer Fall für die Höhenrettung. Auf der Baustelle, konkret in 47 Metern Höhe, hat sich ein Dachdecker den Fuß gebrochen. Seine Kollegen wählen den Notruf. Die Feuerwehr rückt an, die Drehleiter aus Aue wird angefordert und zusätzlich die Höhenrettung. Gemeinsam hat man den Verletzten, in dem Fall einen Dummy, sicher auf den Boden gebracht. Zunächst über die Dachschräge bis auf den obersten Boden des Gerüstes und dann per Drehleiter nach unten. Die ganze Rettungsaktion hat 50 Minuten gedauert, was eine gute Zeit sei. Eine analoge Übung wolle man in Aue im Stadion durchführen. "Man macht sich so seine Gedanken, wenn Leute in 47 Metern Höhe auf den Flutlichtmasten Lampen austauschen", so Kolitsch: "Es ist schön, wenn alles gut geht, aber es kann eben auch immer was passieren. Wir wollen ein solches Szenario einfach einmal durchspielen."



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