Richtig saunieren

Saunabesuch Wie Anfänger das Schwitzen lernen

Wenn es draußen kühl und regnerisch ist, ist es in der Sauna besonders schön: angenehm ruhig und warm, das Saunieren hilft beim Entspannen und soll vor Infekten schützen. Doch wer die Sache falsch angeht, kann seinem Körper schaden.

Zum Anfang für acht bis zehn Minuten in die milde Sauna

Um diese positiven Effekte zu erreichen, muss man allerdings richtig saunieren. "Man darf nicht zu lange in einer Sauna bleiben und muss sich zwischen den Saunagängen genug Erholung gönnen", sagt Marco Riedel von der KissSalis Therme in Bad Kissingen. Daher sollte man mit einer eher milderen Sauna starten - etwa einem Saunarium mit 50 bis 60 Grad. "Acht bis zehn Minuten pro Saunagang sind gut."

Typischen Anfängerfehler auslassen

"Trotz fehlender Routine setzen sich Anfänger meist auf die höchste Schwitzbank und verharren dort unter zunehmenden Qualen viel länger als nötig und zuträglich." sagt Lutz Hertel vom Deutschen Wellness Verband in Düsseldorf. Die Folge: Die Gefahr von unerwünschten Erlebnissen bis hin zum Kreislaufkollaps steigt. Besonders Männer entwickelten manchmal einen gefährlichen Ehrgeiz.

Drei Saunagänge in zwei Stunden

"Für drei Saunagänge sollten etwa zwei Stunden eingeplant werden - schneller durchzuhetzen tut nicht gut", empfiehlt Riedel. Wichtig ist auch: "Wer sich in einer Sauna unwohl fühlt, sollte früher rausgehen. Und wem es beim Aufguss in der obersten Reihe zu heiß ist, sollte sich weiter heruntersetzen."

Nach der Sauna: Luft, Duschen, Ruhen

"Danach tut Bewegung gut, am besten an der frischen Luft", sagt Riedel. Anschließend könne man sich langsam kalt abduschen- aber nicht zu plötzlich. "Gut ist, den Duschstrahl vom rechten Fuß, Bein und Arm langsam zur linken Körperhälfte und bis zum Herzen hin zu führen." Danach sollte man 20 bis 30 Minuten ruhen.

Wechsel von kalt und warm stärkt Immunsystem

Richtig angewandt, kann Saunabaden der Gesundheit helfen. "Schon die Römer haben gemerkt, dass Wärme etwas sehr Angenehmes ist", sagt Wolfgang Wesiack, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten in Wiesbaden. "Tatsächlich hilft allein die Wärme in der Sauna bei der Entspannung der Muskeln."

Wer nicht in die Sauna gehen sollte

"Wer mit Kreislaufproblemen zu kämpfen hat, sollte ein paar Regeln beachten", rät Hertel. Dazu gehört, nicht mit vollem Magen in die Sauna zu gehen, zusätzliche Kreislaufbelastungen wie Aufgüsse zu meiden.

"Für Saunagänger mit niedrigem Blutdruck sind die anschließenden Kaltwasseranwendungen besonders wichtig." Nicht in die Sauna gehen sollte Menschen, die an Fieber leiden. Und wer unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen leidet, sollte vor dem Saunieren einen Internisten zurate ziehen.