Riesenpyramide aufgestellt

Geburtstag Berühmter Lichterbogen feiert 275. Geburtstag

Johanngeorgenstadt Ein Ausflug nach Johanngeorgenstadt lohnt sich in der Advents- und Weihnachtszeit ganz besonders. Denn wenn die Tage kurz und die Nächte lang sind, kommen die beiden neuen Wahrzeichen der Bergstadt voll und ganz zur Geltung. Johanngeorgenstadt wartet schließlich mit zwei Superlativen auf: Am Platz des Bergmanns stehen die Riesenpyramide und der Riesenschwibbogen. Gesponsert hat beides der Johann´städter Unternehmer Siegfried Ott. Während die Riesenpyramide erst im vergangenen Jahr erstmals angeschoben wurde, steht der Schwibbogen bereits seit 2012 in der Stadt. Dieser bringt es auf 25 Meter Breite und ist mit seinen Kerzen stattliche 14,5 Meter hoch. Er besteht aus 700 Tonnen Stahlbeton und 15 Tonnen Edelstahl. Dass zunächst ein Schwibbogen entstanden ist, war kein Zufall: Johanngeorgenstadt gilt als Wiege des Schwibbogens, der in diesem Jahr seinen 275. Geburtstag feiert - vorausgesetzt, alles bis jetzt Erforschtes entspricht den Tatsachen. Bis heute ist ungewiss, welche Inspiration hinter dem ersten Schwibbogen von Bergschmied Teller stand. Eine These besagt, dass er dem Mundloch im Bergbau nachempfunden worden sei. Eine andere sieht in der Bogenform den Himmelsbogen. Aus den Fenstern des Erzgebirges jedenfalls ist der Schwibbogen heute nicht mehr wegzudenken. Längst hat er auch seinen Weg in die Großstädte gefunden. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind schier unendlich. Einige kommen Dreidimensional daher, andere ganz klassisch als Laubsägearbeit. Viele schwören auf das bekannte Schwarzenberger Motiv mit Bergmännern, Klöpplerin und Schnitzer. Die Traditionalisten wollen den Schwibbogen ganz aus Metall sehen.