Rittersgrüner kämpfen um ihr Freibad

Aktion Bürgerinitiativen sammeln Unterschriften und organisieren großen Frühjahrsputz

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Zum Erhalt ihres Freibades packten sie mit an: Die Rittersgrüner haben im Mai einen Arbeitseinsatz absolviert. Foto: Katja Lippmann-Wagner

Rittersgrün. Das Waldbad in Rittersgrün ist beliebt. Es überzeugt vor allem durch seine weitläufige Anlage. Selbst an heißen Sommertagen finden Sonnenanbeter und Wasserratten ein Plätzchen. Die Einrichtung aber schreibt rote Zahlen.

Zudem stehen früher oder später wichtige Sanierungs- und Renovierungsarbeiten an. Dafür werden natürlich dringend Fördermittel benötigt. Weil in Rittersgrün befürchtet wird, dass die Kommune versuchen könnte, das Freibad abzustoßen oder ganz zu schließen, regt sich heftiger Widerstand. Unabhängig voneinander wurden zwei Rittersgrüner aktiv.

Rund 60 Helfer bei der ersten Aktion

Marcel Hecker ist der Initiator einer Petition, mit der der Fortbestand der Anlage gefordert wird. Martin Klier der Organisator eines Arbeitseinsatz. Die Aufmerksamkeit die beiden erreichten war groß. Heckers Unterschriftliste füllte sich schnell und auch ein anberaumter Frühjahrsputz im Freibad wurde gut angenommen - zirka 60 Helfer packten bei der ersten Aktion mit an. Eine alte Hecke und ein alter Maschendrahtzaun mussten entfernt werden, damit der Bauhof einen neuen Zaun bauen kann.

"Außerdem hatte der Maulwurf ganze Arbeit geleistet, also stand Rasenpflege an", weiß Ortsvorsteher Thomas Welter, die die Initiativen unterstützt und sich selbst von den Aktivitäten im Freibad überzeugte. In einer zweiten Aktion im Mai wurden Malerarbeiten durchgeführt und weitere Schönheitskorrekturen vorgenommen.

Gute Zusammenarbeit

Viel Wert wurde darauf gelegt, dass die behördlichen Auflagen erfüllt werden. "Das war notwendig, um die Betriebserlaubnis zu erhalten", erklärt Marcel Hecker. Die Kommune habe dafür gesorgt, dass die erforderlichen Wasserwerte wieder eingehalten werden. Martin Klier, der zu den Handballern des FSV Rittersgrün gehört, möchte unbedingt, dass das Kleinod erhalten bleibt.

"Zwischen dem Bad und uns Handballer gibt es ja schon viele Jahre eine gute Zusammenarbeit", sagt der 33-jährige Klier. Seine Abteilung richtet seit vielen Jahren das Freibadfest aus. "Uns ist schon klar, dass es ohne das Freibad auch das Fest nicht gibt."