Rittersgrüner Ortsgeschichte wird gezeigt

Neueröffnung Bahnhofsgebäude beherbergt zukünftig neue Dauerausstellung

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Neue Dauerausstellung im Schmalspurbahnmuseum Rittersgrün. Foto: Lippmann-Wagner

Rittersgrün. Wow - werden die meisten denken, die in diesen Tagen schon einmal das Bahnhofsgebäude in Rittersgrün betreten durften. Denn dort hat sich in den zurückliegenden Monaten sehr viel getan. UV-Schutzfolien dunkeln die Räume ab und bringen das Beleuchtungssystem damit richtig zur Geltung. Zukünftig soll diese wiederum die Exponate der neuen Dauerausstellung ins richtige Licht setzen.

Fest steigt am 16. Juni

Während die Türen des Museumsgebäudes geschlossen waren, wurde renoviert, saniert, umgebaut und ein völlig neues Museumskonzept aus dem Boden gestampft. Aktuell werden die Vitrinen eingeräumt, denn am 16. Juni sollen zum Bahnhofsfest die ersten Besucher begrüßt werden.

Im ersten Raum, dem alten Wartesaal wird gezeigt, wie Eisenbahn früher funktionierte. Dort haben auch zwei Fahrgäste in Form von Puppen auf den alten noch erhaltenen Holzbänken Platz genommen. "Der eine ist der letzte Fahrgast der Schmalspurbahn", sagt Jan Spannhaus vom Artus.Atelier aus Erfurt, das mit dem Konzept betraut wurde. Der "letzte Fahrgast" werde den Besuchern über seine Eindrücke berichten. Auch neben der zweiten Puppe könnten Gäste Platz nehmen und sich über die Eisenbahn informieren.

Historische Geräte werden gezeigt

In einem zweiten Zimmer des Bahnhofsgebäudes wurde so originalgetreu wie möglich, unter anderem mit Fahrkartendrucker, der alte Dienstraum wieder eingerichtet. Der Leiter des Schmalspurbahnmuseums Bernd Kramer verweist auf eine weitere Besonderheit: "Wir haben ein altes Morsegerät mit dem dazugehörigen Tisch erhalten und können dieses hier ausstellen."

Völlig neu ist der Bereich Ortsgeschichte, die natürlich ebenfalls eng mit der Eisenbahngeschichte verknüpft ist. "Erst die Eisenbahn hat in Rittersgrün Industrialisierung möglich gemacht", sagt Spannhaus. Viel Wert wurde während des Umbaus auf die Barrierefreiheit gelegt, so ist auch der Güterboden, der ebenfalls Teile der Dauerausstellung beherbergt, selbst mit Rollstuhl gut erreichbar.