Rollende Büros fürs Grenzgebiet

Polizei In Zschopau wurden vier moderne Motorräder übergeben und vorgestellt

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Vor Medienvertretern präsentierten die Polizisten in Zschopau die vielseitige Technik ihrer neuen Maschinen. Foto: A. Bauer

Zschopau. Hoher Besuch in Zschopau: Sachsens Innenminister Markus Ulbig ist persönlich gekommen, um sich vor Ort einen Eindruck von der neuen Polizeitechnik zu verschaffen. Passend zur Motorradtradition der erzgebirgischen Stadt wurden auf dem Parkplatz vor dem alten MZ-Werk vier Motorräder übergeben, die den Polizisten nahe der Grenze künftig die Arbeit erleichtern sollen.

Viele neue Ausstattungs-Elemente

Nicht nur wegen ihrer leistungsfähigen V-2-Motoren mit 90 PS, 1700 ccm Hubraum und 195 km/h Höchstgeschwindigkeit dürften sich die sogenannten "Victory Cross Country Tour"-Maschinen als echte Hilfe erweisen. Es ist vor allem die zusätzliche Ausstattung, die den Polizisten helfen wird. "Es sind quasi rollende Büros geworden", zeigte sich auch Markus Ulbig beeindruckt. Schließlich gehören erstmals Laptops samt Auswertungssoftware, Drogen-Scanner sowie zahlreiche andere Messgeräte zur Ausstattung.

Kontrollen sollen flexibler werden

Bislang beschränkten sich die Einsatzbereiche von Polizei-Motorrädern zumeist auf Verkehrsüberwachung und Eskorten. Allerdings wurde von der Polizeidirektion Chemnitz ein Projekt angeschoben, um auf den Bundesstraßen und Autobahnen Richtung Tschechien noch besser arbeiten zu können. Mit den Behörden aus dem Nachbarland wird bereits seit 2005 regelmäßig kooperiert, um den Schwerlasttransport auf den Hauptverkehrsadern noch besser absichern und kontrollieren zu können.

Statt nur auf starre ortsgebundene Kontrollstellen zu setzen, die von Straftätern umfahren werden können, ist nun jedes Victory-Motorrad selbst eine mobile Einheit. Die fahrenden Polizisten sind in der Lage, Drogen oder gefälschte Dokumente zu erkennen, die Einhaltung der Lenk - und Ruhezeiten optimal zu überprüfen und sogar Fahndungen sofort abzufragen.

Die schadstoffarmen Fahrzeuge mit neuem Design, deren Wert rund 196.000 Euro beträgt, wurden zu 85 Prozent aus EU-Fördermitteln finanziert.