RSV Venusberg: Burghardts Titel überstrahlt alles

Radsport Neuer DM-Meister sorgt bei seinem Heimat-Verein für Freude

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Die Venusberger Nachwuchssportler freuten sich zusammen mit ihrem Vorbild Marcus Burghardt über dessen DM-Titel. Foto: A. Bauer

Venusberg. Aus Sicht des RSV 54 Venusberg sind die Deutschen Meisterschaften im Radsport nicht gerade optimal verlaufen. Obwohl die Titelkämpfe in Chemnitz und damit quasi direkt vor der Haustür stattfanden, mussten sich einige Vereinsvertreter vorzeitig aus dem Straßenrennen verabschieden.

Einen Gewinner gab es doch

Und doch strahlte Trainer Klaus Fischer im Ziel bis über beide Ohren. Den Anlass dafür lieferten nicht seine aktuellen Schützlinge, sondern einer von früher: Marcus Burghardt. Der gebürtige Zschopauer, der auch schon mit einem Etappensieg bei der Tour de France seine Klasse unter Beweis stellen konnte, sicherte sich in der Heimat seinen ersten deutschen Straßen-Meistertitel. "Ausschlaggebend war die bestens harmonierende Teamarbeit in seinem Bora-Rennstall", berichtet Fischer.

Auf dem anspruchsvollen 19,4 Kilometer langen Stadtrundkurs, der elfmal zu bewältigen war, ging es lange Zeit eng zu. Doch am Ende erreichte der siegreiche Burghardt zusammen mit seinem Teamkollegen Emanuel Buchmann das Ziel. Riesig war die Freude über das Meistertrikot auch bei Klaus Fischer, der Burghardt im Ziel in die Arme nahm.

Andere Fahrer hatten wenig Erfolg

Der Erfolg war zugleich ein Trost für die anderen Venusberger Ergebnisse. Sebastian Schmiedel (54.) und Felix Groß (65.) konnten als jüngere Fahrer zwar noch ordentlich mithalten. Doch Florian Kretschy stieg ebenso vorzeitig aus seinem Radsattel wie Max Zschocke und Martin Bauer, die schon zu Beginn aufgrund des hohen Tempos ihre Probleme hatten.

Doch nicht nur Burghardt sorgte für Freude, sondern auch Eva Luca. Die Juniorin war ebenfalls zu den Deutschen Meisterschaften angetreten - allerdings in Linden (Rheinland-Pfalz), wo sie bereits im Einzelzeitfahren als Elfte überzeugte. Noch besser lief es tags darauf im Straßenfahren. Nach sieben schweren Runden konnte sich die RSV-Fahrerin über Platz 8 freuen.