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Rückzugsort für Kreuzottern und Eidechsen

Forst Felsburgen dienen als Quartier zur Überwinterung

Eibenstock. 

Eibenstock. Mit Einbruch des Winters erfüllen die Reptilienburgen, die der Forstbezirk Eibenstock angelegt hat, ihren Zweck, denn die Steinhaufen dienen beispielweise Kreuzottern und verschiedenen Eidechsen als Rückzugsort und Quartier zur Überwinterung. Der Hintergrund: man will etwas für diese nützlichen Tiere und deren Verbreitung tun. Als eine Art Trittstein-Brücke ermöglichen die Steinhaufen Eidechsen und Schlangen eine weitere Ausbreitung und Eroberung neuer Lebensräume, erklärt Michael Pfalz vom Forstbezirk Eibenstock. Die Granitblöcke, die man von einem naheliegenden Steinbruch bezogen hat und die von einer heimischen Firma eingebaut wurden, hat man an Lichtungen und Waldränder als Haufen aufgetürmt. Im gesamten Forstbezirk Eibenstock sind es in Summe 65 Reptilienburgen, die man angelegt hat. Der Platz müsse gut gewählt sein und bestimmte Kriterien erfüllen, heißt es. Dazu gehört es, dass die Reptilienburg in der Sonne liegen muss, damit die wechselwarmen Tiere sich aufwärmen können. Auch sei die Nähe zu Hecken, Waldränder oder Waldwiesen wichtig, die Deckung und Nahrung bieten. Bevor ein Steinhaufen aufgesetzt wird, muss ein Loch gegraben werden. Dort werden die Steine aufgeschichtet, was ein wichtiger Punkt ist, für eine frostfreie Überwinterung der Tiere. Zu achten ist auch darauf, dass Wasser abfließen oder versickern kann, denn sonst würden die Reptilien in ihrer Winterstarre ertrinken. Insgesamt investiert der Forstbezirk 17.000 Euro für diese Maßnahme.