Ruheständler wird Ehrenmitglied der "Kellergang"

Schule Wolfgang Härtel blickt zufrieden auf 41 Jahre als Lehrer zurück

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Wolfgang Härtel ist Ehrenmitglied der Band "Kellergang". Zu seiner Verabschiedung hat der harte Kern der Gruppe (hinten v.l.: Jiri Spivak, Lisa-Marie Frenzel, Yasmin Barthel; vorn links Emily Schwarz, vorn rechts Nela-Marie Seiler) auf der Bühne gespielt. Foto: Jan Görner

Marienberg. Wolfgang Härtel hat sich vergangene Woche in seinen Ruhestand verabschiedet. Über 41 Jahre war er im Schuldienst. Mehr als 27 Jahre davon leitete er die Oberschule Heinrich von Trebra. "Der Kapitän geht von Bord, er hat die Schule maßgeblich mitgeprägt", sagte sein Stellvertreter Uwe Reuther.

Marienbergs Oberbürgermeister André Heinrich pflichtete dem bei. "Er hat sowohl als Lehrer als auch als Schulleiter und Stadtrat immer Gas gegeben", betonte er. Wolfgang Härtel selbst gab sich gewohnt bescheiden. Er habe seine Arbeit immer geliebt. "Ich habe mich vor allem immer dann gefreut, wenn ich Schüler erleben konnte, die am Anfang recht schwierig waren und dann doch mit guten Ergebnissen abgeschlossen haben", sagte er.

Aufgaben werden von Stellvertretern übernommen

Es gab auch schwere Kämpfe auszufechten. Dazu zählten die Zusammenlegung und die Schließung von Schulen sowie der Lehrermangel, der in diesen Tagen vorherrscht. Letzteres hätte er sich noch vor 15 Jahren nicht vorstellen können. "Damals hatten wir eher Probleme mit dem Personalüberhang", sagte er. In dieser Beziehung wünscht er seinen Kollegen Kraft und Durchhaltevermögen. Einen Nachfolger gibt es vorerst nicht. Diese Aufgabe übernehmen vorerst seine Stellvertreter Uwe Reuther und Olaf Schaarschmidt.

Angst vor dem Ruhestand hat der Marienberger nicht. Er freut sich darauf, nun mehr Zeit mit seinen Enkeln verbringen zu können. Außerdem steht für ihn und seine Frau nun die eine oder andere Tour im Wohnmobil an. Vermissen wird er bestimmt den geregelten Tagesablauf und die vielen Gespräche mit seinen Kollegen und Schülern. Sein Mandat als Stadtrat wird er weiterhin mit Leben ausfüllen.