Rutsch in Tabellenkeller droht

Handball Personelle Probleme als Ursache beim TSV Zschopau

Zschopau. 

Nach einem vielversprechenden Auftakt wird es für die Handballer des TSV Zschopau in der 1. Bezirksklasse immer schwerer. Drei zumeist klare Niederlagen in Folge ließen das Team auf den vorletzten Platz in der Tabelle rutschen. Im Heimspiel gegen den SV Beierfeld hofft Spielertrainer Matthias Fritz jedoch, das Ruder herumreißen zu können.

Zusammen mit Neuzugang Frank Riedel aus Oederan hat Fritz im Sommer die sportliche Verantwortung beim TSV übernommen, da dem bisherigen Trainer Uwe Kaiser mittlerweile die Zeit fehlt. "Tempo-Handball" hatte sich das neue Duo groß auf die Fahne geschrieben - ein Konzept, das zunächst gut umgesetzt wurde. So gewann der TSV bei der HSG Freiberg III mit 45:32. Und auch daheim gegen den SV Schneeberg II (32:29) suchten die Zschopauer mit Erfolg früh den Abschluss, sodass sie nach vier Spieltagen mit einem ausgeglichenen Punktekonto im Mittelfeld der Tabelle rangierten.

Mittlerweile ist die Mannschaft jedoch aus der Erfolgsspur gekommen, was Fritz zufolge vor allem personelle Gründe hat. "Im vergangenen Spiel sind wir mit dem letzten Aufgebot angetreten", sagt Fritz mit Blick auf die 32:41-Niederlage beim SV Rotation Weißenborn II. Junge Spieler wie Clemens Fritsch und Tom Weber werden aus Verletzungsgründen schmerzlich vermisst. Und auch Spielmacher Sebastian Richter muss derzeit aussetzen. Da hilft es wenig, dass mit Stephan Drechsler ein ehemaliger Spieler des TV Pockau zum TSV gestoßen ist. Der 41-Jährige bringt zwar viel Routine mit und ist torgefährlich, das Tempo im Spiel kann er aber nicht steigern. "Unser Altersdurchschnitt lag zuletzt über 35 Jahre. Vor allem im Rückwärtsgang werden wir von jüngeren Gegnern überrannt", sagt Fritz, der auf die baldige Rückkehr junger Leistungsträger hofft.