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Ärztemangel weiter Thema

Patientenversorgung Chirurgische Praxis in Eibenstock neu besetzt

Ärztemangel ist gerade im ländlichen Raum brisant. Oftmals müssen Patienten lange Wege und Wartezeiten in Kauf nehmen, besonders dann, wenn es um die Vorstellung bei einem Facharzt geht. In Eibenstock konnte die chirurgische Praxis von Dr. Martin Wetzel, der in den verdienten Ruhestand gegangen ist, nahtlos neu besetzt werden. In den letzten zwei Wochen liefen in den Praxisräumen im Eibenstocker Ärztehaus Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen. Den freigewordenen kassenärztlichen Sitz hat die Kassenärztliche Vereinigung neu vergeben. Betrieben wird die Praxis demnach als Zweigstelle des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) der Kliniken Erlabrunn. Als Ärztin eingesetzt ist Susanne Gribnitz-Becker, Oberärztin der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie in Erlabrunn. Was die Fachärztin für Chirurgie jedoch nicht abdeckt, ist die Funktion des D-Arztes, was mit Martin Wetzel bisher möglich war. "Momentan ist ein D-Arzt nicht vorgesehen. Gegebenenfalls muss man einen Kollegen der Unfallchirurgie in die Sprechstunde einbinden", sagt Gribnitz-Becker. Für Eibenstock ist die Übernahme der chirurgischen Praxis ein Glücksfall. Rosemarie Siegel von der Stadtverwaltung sagt: "Diese Praxis ist ganz wichtig und dringend notwendig für die Versorgung der Bürger. Es ist eine Bereicherung für die Region." Eibenstock habe noch einige praktizierende Ärzte und könne demnach nicht klagen. Allerdings klemmt es, wie anderswo auch, an der augenärztlichen Versorgung. "Dort fahren Patienten stellenweise bis nach Klingenthal oder nehmen Wartezeiten bis zu einem Jahr in Kauf", weiß Siegel. rw